zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern : Immer weniger Geld auf der hohen Kante

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Geldvermögen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nimmt im Gegensatz zum Bundestrend ab. Verfügte jeder Haushalt im Nordosten 2008 noch über 30 000 Euro Erspartes, waren es nach der jüngsten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Landesamtes 2013 nur noch 24 100 Euro. Das teilte das Amt gestern mit. Bis dahin hatten die Mecklenburger und Vorpommern über die Jahre immer mehr auf die hohen Kante gelegt – in Form von Sparguthaben, Wertpapieren oder Versicherungsvermögen.

Mit ihren 24 100 Euro je Haushalt haben die Mecklenburger und Vorpommern gerade mal 51,5 Prozent des bundesweit durchschnittlichen Geldvermögens, wie es hieß. Gründe für diese Situation wurden nicht angegeben. Experten vermuten jedoch, dass nun Auswirkungen der über Jahre verbreiteten Langzeitarbeitslosigkeit im Land sichtbar werden.


Geldvermögen wächst bundesweit verhalten


Wer Hartz IV bezieht, muss zuvor seine Ersparnisse bis auf einen kleinen Rest aufbrauchen.

Bundesweit wuchs das Geldvermögen von April bis Ende Juni 2015 um gut fünf Milliarden Euro oder 0,1 Prozent auf 5224 Milliarden Euro, hatte jüngst die Bundesbank mitgeteilt. Grund für das „sehr verhaltene“ Wachstum seien insbesondere „erhebliche“ Bewertungsverluste von rund 36 Milliarden Euro gewesen. „In einem allgemein schwachen Börsenumfeld waren davon vor allem die Anteile an Investmentfonds und Aktien betroffen“, so die Bundesbank.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen