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IG Metall : Hoteliers verhindern Offshore

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Protest gegen Einschnitte bei Landesplanung der Offshore-Windparks

Windkraft-Investoren und Gewerkschafter reagieren mit Sorge auf die drastischen Einschnitte bei den Eignungsgebieten für Windparks vor der Küste. Gemeinsam appellierten gestern der Bundesverband WindEnergie und die IG Metall Küste an die Landesregierung, die Windkraft-Nutzung voranzutreiben und die Chancen für die Wirtschaft und für Arbeitsplätze im Land herauszustellen. „Die Regierung darf sich nicht von den Interessen einzelner Gruppen wie den Hotelbesitzern leiten lassen, sondern muss deutlich stärker für die Akzeptanz der Energiewende werben“, betonte der Chef der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, in Schwerin. „Die Reduzierung der Anlagen in der Ostsee ist kontraproduktiv.“

Im April hatte Energieminister Christian Pegel (SPD) bekanntgegeben, dass von den geplanten 580 Quadratkilometern Offshore-Windparkflächen im Küstenmeer nur 197 übrig bleiben. Als Grund für die drastische Beschränkung wurden Belange des Tourismus, der Einwohner und der Schifffahrt genannt. Laut Energieministerium bieten die verbleibenden Meeresflächen genügend Platz, um den Ausbau der Offshore-Windparks im bislang geplanten Umfang umzusetzen.

Andreas Jesse vom Landesverband WindEnergie forderte von der Landesregierung ein „deutlich stärker gemeinsames Auftreten“ für die Energiewende. Energieminister Pegel dürfe in den Debatten nicht alleingelassen werden. „Die Energiewende ist nicht das Projekt einer Person, sondern ein Gemeinschaftswerk“, mahnte er. Er kündigte auch an, dass das nächtliche Blinken der Windanlagen in naher Zukunft korrigiert werde. Sie würden nur noch bei Bedarf blinken, wenn sich Flugzeuge näherten.

Geiken sagte, es werde viel zu wenig über die Arbeitsplätze in der Windbranche diskutiert. Nach Angaben der Landesregierung entstanden im Bereich Erneuerbare Energien bislang etwa 13 000 Arbeitsplätze, vor allem in der Windindustrie.    Nach Angaben von Experten wird die Nutzung erneuerbarer Quellen wie Sonne und Wind durch das derzeitige Überangebot an Strom in Deutschland erheblich gebremst.  

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