Immobilienauktion : Hauskäufer stehen in MV Schlange

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Die anhaltende Zinsschwäche auf den Kapitalmärkten sorgt für eine bisher nicht dagewesene Nachfrage

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07. März 2015, 08:00 Uhr

Ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 32 Wohnungen in Bansin auf der Ferieninsel Usedom für mindestens 1,495 Millionen Euro, Grundstücke auf der Insel Hiddensee, in Plau und Spornitz: Die anhaltende Zinsschwäche auf den Kapitalmärkten sorgt für eine bisher nicht dagewesene Nachfrage bei der Frühjahrs-Immobilienauktion heute in Rostock. 52 Objekte im Norden bringt die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG diesmal in der Hansestadt unter den Hammer. Die Nachfrage in diesem Jahr übersteige das Niveau aller bisher durchgeführten Auktionen in den Vorjahren, sagte Vorstand Kai Rocholl gestern in Rostock. Vermietete Immobilien, Ackerflächen – gesucht werde alles. Angesichts der Niedrigzinsen für Spareinlagen wollten viele Kunden offenbar ihr Geld in Immobilien stecken, erklärte Rocholl. Vor Auktionsbeginn lägen bereits für etwa 80 Prozent der zur Versteigerung stehenden Objekte Angebot vor – gut 20 Prozent mehr als bei bisheriger Auktionen.

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Das Angebot reicht von Mehrfamilienhäusern in Bäderorten an der Küste bis zu Splitterflächen im Landesinnern. Für mindestens 125  000 Euro ist beispielsweise ein sanierungsbedürftiger Ferienpark am Reimershagener See nahe Krakow zu haben. In Marlow im Landkreis Vorpommern-Rügen stehen mehrere Ackerflächen zum Verkauf: Mindestgebot eine halbe Million Euro. Bei der Auktion kommen aber auch das ehemalige Krankenhaus in Grimmen für 15 000 Euro und ein Forsthaus in Gelbensande bei Rostock für 165 000 Euro zur Versteigerung. Das bringt Geld in die Kasse: Die vorliegenden Angebote lassen ein gutes Ergebnis erwarten, so Rocholl.

Anleger zahlen inzwischen in MV immer mehr: Vor allem in Städten wie Rostock, in attraktiven Lagen am Wasser und in Schwerin seien die Preise weiter gestiegen, beobachtete der Immobilienverband IVD Nord. Einfamilienhäuser in Rostock kosteten bis zu zehn Prozent, in Schwerin bis zu neun Prozent mehr – bis zu 415  000 bzw. 365  000 Euro. Allerdings gebe es keine so hohen Preissprünge von mehr als zehn Prozent wie in den Vorjahren. Für die Makler ein Zeichen, dass sich Teile des Marktes beruhigten.

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