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Prüfung für Heizungsanlagen : Hausbesitzer in der Kehrfalle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei Fristversäumnis droht Zwangsgeld bis 5000 Euro

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 21:00 Uhr

Haben Sie in diesem oder dem letzten Jahr schon die anstehenden Messungen und Kontrollen an Ihrer Heizungsanlage vornehmen und gegebenenfalls den Kamin kehren lassen? Wenn nicht, droht Ungemach: Während früher der Bezirksschornsteinfegermeister per Gesetz dazu verpflichtet war, unaufgefordert und pflichtgerecht alle anstehenden Arbeiten vorzunehmen, müssen sich seit Anfang vergangenen Jahres Hausbesitzer selbst darum kümmern. Tun sie das nicht und versäumen Fristen, drohen ihnen eine Zwangsmessung und ein Bußgeld bis zu 5000 Euro, erläutert Ingo Ziola, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks in Mecklenburg-Vorpommern.

„Das ist wie beim Auto: Auch da müssen Sie als Halter dafür Sorge tragen, dass der TÜV immer aktuell ist“, verdeutlicht Ziola. Wann Prüfungen ihrer Heizungsanlage erforderlich sind, erfahren Hausbesitzer aus dem Feuerstättenbescheid, den sie bis Ende 2012 erhalten haben müssen.

Machen Hausbesitzer von ihrer seit Jahresanfang 2013 geltenden freien Schornsteinfegerwahl Gebrauch, müssen sie nicht nur für die Einhaltung der Termine Sorge tragen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass ihr Kehrbezirksbevollmächtigter – der frühere Bezirksschornsteinfeger – davon Kenntnis erhält. „Dazu gibt es ein Formblatt, das der beauftragte Fachbetrieb ausfüllt“, erläutert Ziola. Dieses Formblatt müsse dann der Hausbesitzer entweder selbst an den Bezirksbevollmächtigten weiterleiten, er könne aber auch den Schornsteinfeger seiner Wahl mit der Weiterleitung beauftragen. Wichtig sei, dass diese Meldung spätestens 14 Tage nach Fristablauf vorliegt – anderenfalls sei der Bezirksbevollmächtigte gehalten, das Ordnungsamt einzuschalten.

Nur noch wenige hoheitliche Aufgaben würden weiterhin dem für den Kehrbezirk zuständigen Fachmann obliegen, so Ziola. Dazu gehören die Feuerstättenschau, die zweimal im Zeitraum von sieben Jahren erfolgen muss, sowie die Abnahme neu errichteter Heizungsanlagen und Kamine. Für diese Schornsteinfegerleistungen würden auch nach wie vor einheitliche Gebühren erhoben. Für andere Dienstleistungen dagegen könnten die Preise frei festgelegt werden, erläutert der Landesinnungsmeister – es könne also lohnen, vor der Beauftragung eines „schwarzen Mannes“ zu erfragen, wie viel er für eine bestimmte Arbeit verlangt.

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