zur Navigation springen

Treibstoffkosten : Gute Spritpreise: So macht Tanken Spaß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Preis für einen Liter Diesel kratzt in MV an der Ein-Euro-Marke

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2015 | 13:43 Uhr

Freude an den Zapfsäulen: Im Januar purzeln die Spritpreise weiter. So kratzt in dieser Woche auch in Mecklenburg-Vorpommern der Preis für einen Liter Diesel an der Ein-Euro-Marke. Rekordhalter ist Greifswald. „Dort war am Mittwoch der Liter Diesel für Pkw für 1,01  Euro zu haben“, sagte Carsten Willms, Verkehrsexperte des ADAC in Hamburg gegenüber unserer Redaktion. Gestern stand in der Hansestadt der Preis am frühen Nachmittag immerhin schon wieder bei 1,02 Euro.

Zum Vergleich: Schwerin schaffte am Mittwoch und auch gestern Nachmittag einen Literpreis für Diesel von 1,05 Euro und Rostock von 1,04 Euro. In Schleswig-Holstein kippte dagegen die Ein-Euro-Marke bereits. In Elmshorn meldeten zwei Tankstellen am Mittwoch einen Rekordpreis von 0,99 Euro. Nach ADAC-Angaben zufolge rutschte der Diesel zuletzt im März 2009 im bundesweiten Schnitt unter die Ein-Euro-Grenze. Wer mit Superbenzin unterwegs ist, darf sich ebenfalls über niedrigere Benzinpreise freuen. Nur E10 ist teurer geworden – der Preisabstand zu Superbenzin E5 beträgt nur noch zwei Cent. Heizöl- und Gaspreise befinden sich im Gegensatz zum Bio-Sprit ebenfalls im verbraucherfreundlichen Sinkflug.

Als Ursache für den Preisrückgang gilt vor allem der internationale Preisrutsch beim Rohöl, das seit dem Sommer um die Hälfte billiger wurde. Grund: Über das Jahr 2014 war die Nachfrage geringer als erwartet. Gleichzeitig erhöhte sich aber das Angebot, durch die zunehmende Schiefergas-Gewinnung mit der Fracking-Methode in den USA.

Die fallenden Energiepreise bescheren der Wirtschaft indes deutliche Kostenentlastungen und wachsende Umsatzerwartungen. „Das stärkt die Kaufkraft vor Ort“, sagte Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Schwerin (IHK). Für die Unternehmen wirkten die sinkenden Energiekosten „wie ein kleines Konjunkturprogramm“, so Edgar Hummelsheim, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin.

Beim Tanken schwanken die Preise je nach Wochentag, Tageszeit und Region ganz erheblich. „In Mecklenburg-Vorpommern ist Sprit zwischen 18 und 19 Uhr am preiswertesten“, sagte ADAC-Verkehrsexperte Carsten Willms. Unterschiede von mehr als zehn Cent im Tagesverlauf seien keine Seltenheit.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen