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Rostock : „Gute Beratung gibt es nur im Geschäft“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Wieder mal kein Netz im Geschäft. Bis sich eine Internetseite aufbaut, dauert es viel zu lange und auch die Preisvergleich-App auf dem Smartphone funktioniert nicht. Setzen Händler bewusst Störsender ein, damit Kunden nicht direkt nach besseren Angeboten im Internet suchen können? Nein, sagt Kay-Uwe Teetz vom Einzelhandelsverband in Rostock. Von Störsendern im stationären Geschäft hätte er noch nichts mitbekommen, die schlechte Netzqualität in einigen Läden sei ihm aber auch schon aufgefallen. „Da steckt kein böser Wille hinter. Gerade in Technikläden seien so viele Geräte mit dem Internet verbunden, dass diese die Frequenzen der Kunden mit Smartphone überlagern“, erklärt Teetz. Das bestätigt auch die Media-Saturn-Holding, die alle Mediamärkte und Saturn-Läden zusammenfasst: „Aufgrund baulicher Gegebenheiten kann der Handyempfang in einigen Märkten nicht optimal sein“, so eine Sprecherin des Unternehmens. Würden Händler Störsender einsetzen, würden die Kunden mit dem Laden Frust verbinden. „Niemand will frustrierte Kunden. Das Einkaufen muss ein positives Erlebnis sein“, so Teetz. Dass das Online-Geschäft den stationären Handel demnächst zerstören wird, davon geht Teetz nicht aus. „Viele gucken sich die Produkte zwar im Netz an, aber kaufen sie im Geschäft vor Ort.“ Auch mit so genannten Barcode-Scanner-Applikationen, gehe der Handel transparent um. „Die Apps zum Scannen von Barcodes sind ein technisches Feature, das heute längst Alltag ist und natürlich auch in unseren Märkten benutzt wird. Wir stehen dem offen gegenüber“, erklärt die Media-Saturn-Holding. Außerdem gibt Teetz zu bedenken: „Eine gute Fachberatung bekommt man nur im Geschäft.“

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