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Rostock : Gut vorbereitet auf Wohnen im Alter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wirtschaftsinstitut: Häuser mit Fahrstühlen und breiteren Türen ausgestattet

Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften im Nordosten sind nach Ansicht des Rostocker Wirtschaftsinstituts Wimes auf die wachsende Zahl von Senioren vorbereitet, auch wenn diese bis ins hohe Alter selbstständig leben wollen.

Große Teile des Hausbestands seien beispielsweise mit Fahrstühlen ausgestattet worden und Neubauten für eine generationsübergreifende Nutzung konzipiert worden. Dazu gehörten barrierefreie Zugänge, Fahrstühle oder auch breitere Eingangs- und Wohnungstüren.

Wie Genschow weiter berichtete, beginne die Nachfrage nach seniorengerechten Wohnungen in der Regel allerdings erst nach dem 75. Lebensjahr. Sie ging davon aus, dass etwa 20 Prozent dieser Altersgruppe eine barrierefreie oder -arme Wohnung suchen. Dieser Anteil sei verhältnismäßig gering, der Großteil der Senioren bleibe bis ans Lebensende in der eigenen Wohnung.

Ein Problem gibt es jedoch: Bis zum Jahr 2018 wird der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen zunehmen. Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass bis 2030 landesweit zusätzlich 53 000 entsprechende Wohnungen benötigt werden. Das bedeute, dass pro Jahr gut 3100 Wohnungen errichtet oder im Bestand umgewandelt werden müssten.

Von 2004 bis heute habe das Land die Schaffung von 3158 seniorengerechten Wohnungen mit mehr als 26 Millionen Euro gefördert. Auch die KfW-Bank habe den Bau und Umbau von knapp 5000 Wohnungen mit 67 Millionen Euro unterstützt.

In Stralsund wird das Angebot altersgerechter Wohnungen auf etwa 900 geschätzt, dies entspricht knapp 2,7 Prozent des Wohnungsbestandes. „Demzufolge dürfte ein erheblicher Nachfrageüberhang bestehen“, so Stadtsprecher Peter Koslik. Doch Wohnungsbaugenossenschaften und die Stadt Stralsund investieren erheblich, um den Bestand den aktuellen Anforderungen anzupassen.

Neubrandenburg ist sich ebenfalls bewusst, dass die Kapazitäten für altersgerechtes Wohnen stufenweise ausgebaut werden müssen. Derzeit werden 427 entsprechende Angebote bereitgehalten, so Sprecherin Kathleen Bötel.

Die Verantwortlichen in Wismar haben weit vorausgedacht. Der Bedarf an Seniorenwohnungen mit Betreuungsangeboten lag Ende 2013 bei rund 1150 Wohneinheiten, das Angebot tatsächlich bei rund 1500.

In Schwerin ist bei Neubauvorhaben erkennbar, dass die Frage der Barrierefreiheit eine wichtige Rolle einnimmt. Die Stadt geht aber auch davon aus, dass die Vermieter sich zur Sicherung der Vermietbarkeit des Wohnraumes an die Bedarfslage anpassen.

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