Tourismusmesse : Große Erwartungen auf der ITB

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Natürlich romantisch: Auch Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich ab morgen in Berlin auf der Internationalen Tourismusbörse

svz.de von
05. März 2014, 11:50 Uhr

Mit einer großen Erwartungshaltung schaut der Landestourismusverband auf die morgen in Berlin beginnende Internationale Tourismusbörse (ITB). Allerdings könnten die Hoffnungen in diesem Jahr noch ein klein wenig größer als üblich sein, denn im Gepäck ist die äußerst erfolgreiche Bilanz des Vorjahres. Mit 28,2 Millionen Übernachtungen wurde das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Landes erzielt – trotz des langen und harten Winters. Zudem gab es 2013 keine Großveranstaltungen, wie etwa die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin, die die Massen angezogen hatte.

Die Branche ist laut Verbandssprecher Tobias Woitendorf vergleichsweise gut ins Jahr gestartet. Die ersten zwei Monate waren ungewöhnlich warm und haben sicher den ein oder anderen Übernachtungsgast zusätzlich ins Land gelockt.

Der Aufwand, den die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern für den ITB-Auftritt treibt, ist immens. Zehntausende Kataloge und Broschüren werden auf dem 500 Quadratmeter großen Stand in der Länderhalle an die Besucher verteilt, den finanziellen Aufwand beziffert Woitendorf auf 350 000 Euro. Davon trägt der Verband knapp 300 000 Euro, den Rest steuern die Mitaussteller aus dem Land bei. Dies sind 26 Regionen, Städte, Fachverbände und Unternehmen.

Für Verbandspräsident Jürgen Seidel (CDU) erfüllt die ITB mehrere Funktionen. „Wir können uns dort mit allen Neuigkeiten und Stärken präsentieren“, sagt er. So ist die Messe auch ein erster Gradmesser für die Experten, ob sich auf dem Tourismusmarkt etwas ändert und ob das Angebot noch zeitgemäß ist. „Dazu tragen auch die vielen Foren und wissenschaftlichen Treffen bei, das ist in dieser Mischung wirklich einmalig“, sagt Seidel.

Die fünftägige ITB ist in erster Linie eine Fachmesse, die nur am Wochenende für das Publikum geöffnet ist. Sie gilt als die weltweit größte Fachmesse für Reisen. Von 170 000 erwarteten Gästen sind rund 110 000 Fachbesucher. Unzählige Geschäfte werden im Laufe der fünf Tage angebahnt, an keinem anderen Platz der Welt sei das in dieser Form und Masse möglich, ist Seidel überzeugt.

Für das gesamte Tourismusjahr rechnet der deutsche Branchenverband DRV mit einem Umsatzplus zwischen zwei und vier Prozent. Schon im vergangenen Reisejahr 2012/2013 waren die Erlöse der Veranstalter um 3,5 Prozent auf die Bestmarke von 25,3 Milliarden Euro geklettert.

Der Nordosten hat nach Seidels Ansicht auch 2014 gute Möglichkeiten, sich ein ordentliches Stück von dem größer werdenden Kuchen abzuschneiden. Bert Balke, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte, will auf der ITB vor allem mit der mecklenburgischen Seenrunde punkten. Eine gewaltige Fahrradtour, bei der 300 Kilometer zu bewältigen sind. Schon jetzt hätten sich rund 2000 Menschen angemeldet, um die Mammutstrecke zu bewältigen. Eine überraschend hohe Zahl, denn die Startgebühr beträgt 150 Euro.

Der gesamte Auftritt des Urlaubslandes auf der ITB steht im Zeichen des Romantikjahres unter dem Titel „Natürlich romantisch“. Es läuft bis zum 240. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich am 5. September 2014.


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