Darß : Gästebetten im Schutzgebiet?

Protestplakat in Born
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Protestplakat in Born

Pläne für umstrittene Bebauung des Borner Holms auf dem Darß liegen aus

Seit einigen Tagen liegen die Pläne zur umstrittenen Bebauung des Landschaftsschutzgebiets Borner Holm in der 1100-Einwohner-Gemeinde Born auf dem Darß aus. Sie sehen den Bau eines Hotels und Ferienwohnungen mit insgesamt rund 300 Betten vor. „Nach der Bürgerbeteiligung werden wir sehen, was davon in die Planung gehen kann“, sagte der parteilose Bürgermeister Gerd Scharmberg. Bei einem völlig reibungslosem Ablauf - was aber nach derzeitigem Diskussionsstand unrealistisch erscheint – könnte noch im ersten Halbjahr 2015 über den Bebauungsplan abgestimmt werden. Die Pläne spalten seit Jahren das Dorf. Der Bürgermeister verweist darauf, dass es in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu den benachbarten Gemeinden wie etwa Zingst oder Ahrenshoop keine touristische Großinvestition gegeben hat. Deshalb seien viele Ferienwohnungen nicht mehr zeitgemäß und von abnehmender Qualität. Die Investition verspreche große Einnahmen für die Gemeinde. Klar sei: „Zu glauben, wir können so bleiben, wie wir sind, das funktioniert nicht.“

„Wir stellen unsere Aktivitäten nicht ein, solange wir ein Chance sehen“, sagte der Sprecher der Borner Alternative, Albrecht Kiefer. Die Bürgerinitiative hat Zweifel an der Tauglichkeit des Geländes, unter anderem sei es hochwassergefährdet. Deshalb sollte das umfangreich vorhandene Brachgelände im Ort erschlossen werden. Zudem gebe es genügend Gästebetten. Die Initiative will eine Erhöhung des Schutzstatus des Borner Holms erreichen.


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