Arbeitslosenquote sinkt : Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt von MV

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Trotz der frostigen Temperaturen hat das Frühjahr dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern einen leichten Aufschwung gebracht. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Februar um 4400 Männer und Frauen gesunken.

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31. März 2013, 10:02 Uhr

Kiel/Schwerin | Trotz der frostigen Temperaturen hat das Frühjahr dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern einen leichten Aufschwung gebracht. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Februar um 4400 oder 3,8 Prozent auf 111 400 Männer und Frauen gesunken, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesarbeitsagentur in Kiel mitteilte. Das sei die niedrigste Erwerbslosenzahl in einem März seit der Wende. Im Vergleich zum März des Vorjahres waren es 3500 Arbeitslose oder 3,0 Prozent weniger. Die Quote betrug 13,2 Prozent. Damit ist der Nordosten erneut bundesweit das Schlusslicht vor Berlin und Sachsen-Anhalt mit jeweils 12,3 Prozent.

Die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, sagte, sie habe wegen der außergewöhnlichen Temperaturen im März mit deutlich weniger Neueinstellungen gerechnet, zumal es im Januar und Februar eine Stagnation bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gegeben habe. Doch besonders im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Tourismusbranche sicherten sich die Betriebe bereits die Fachkräfte für den Frühling und den Sommer. "Das war unternehmerisch eine gute Entscheidung", sagte Haupt-Koopmann. Gerade auf dem Bau müssten die Betriebe doppelt loslegen, sobald es wärmer werde. Allerdings sei das Plus von 1700 oder 0,3 Prozent auf insgesamt 512 700 sozialversicherungspflichtige Stellen sehr gering.

Ein leichtes Minus gibt es nach den Worten der Expertin bei den aktuellen Stellenmeldungen. "Seit Jahresbeginn wurden uns 10 400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 8,7 Prozent oder 1000 weniger als im Vorjahreszeitraum." Die Schuld gab sie der unsicheren konjunkturellen Lage wegen der Eurokrise.

Auf dem Ausbildungsmarkt geht die Schere Haupt-Koopmann zufolge immer weiter auseinander. Den aktuell gemeldeten 6000 Bewerbern stünden 9200 Ausbildungsplätze gegenüber. Sie rief die Jugendlichen auf, sich rasch zu bewerben. Am 30. Juni sei nicht mehr die ganze Bandbreite verfügbar. Auch Absolventen mit schwächeren Noten sollten sich bewerben. Die Unternehmen seien flexibler geworden. Wenn sie Risiken sähen, würden die Arbeitsagenturen sie bei der Ausbildung mit arbeitsbegleitenden Hilfen unterstützen. Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte angesichts der Arbeitsmarktdaten, von der positiven Entwicklung würden vor allem die Männer profitieren. "Ich fordere die Unternehmen im Land auf, das große Potenzial der gut ausgebildeten Frauen besser zu nutzen." Wie in den Vormonaten habe sich das Gesundheits- und Sozialwesen als Motor bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen gezeigt. Bis zum Januar wurden in diesem Bereich 2400 zusätzliche Stellen im Vergleich zum Vorjahr besetzt.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte, trotz der positiven Beschäftigungszahlen bleibe eine Menge zu tun. Mehr Wertschöpfung, die Schaffung wissensbasierter Arbeitsplätze und auch die Vernetzung von Zukunftsfeldern blieben die wichtigen Aufgabenfelder.

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