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Interconnex : Firmenchef schließt Einstellung von Fernzug nicht aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 24.Aug.2014 | 14:39 Uhr

Die ostdeutsche Fernzugverbindung Interconnex zwischen Leipzig, Berlin und Rostock steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse unter Druck. „Ich schließe die Einstellung des Interconnex nicht aus“, sagte Christian Schreyer, Chef von Veolia Verkehr, der „Wirtschaftswoche“. Das private Bahnunternehmen ist Betreiber der Zugverbindungen. Schreyer prüft aber auch andere Optionen wie neue Haltestationen und Abfahrzeiten. Grund für die Überlegungen ist der zunehmende Fernbusverkehr. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ war die Zahl der Interconnex-Passagiere im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 335 000 gesunken.

Veolia Verkehr ist nicht das erste Unternehmen, das wegen der Fernbus-Konkurrenz umdenken muss. Erst im Juni hatte auch der Hamburg-Köln-Express angekündigt, seine Strategie zu ändern. Das Unternehmen wolle sein Geschäft verstärkt im Regionalverkehr suchen, hieß es.

Selbst der übermächtige Wettbewerber Deutsche Bahn bekommt die neue Konkurrenz kräftig zu spüren. „Die gesamte Branche hat die Dynamik der Entwicklung unterschätzt, einschließlich unseres Unternehmens“, sagt Ende Juli Ulrich Homburg, der bei der Deutschen Bahn für den Personenverkehr zuständig ist.

Anfang 2013 war der Markt für Strecken über 50 Kilometer für Busse geöffnet worden. Seitdem haben Reisende besonders in größeren Städten die Wahl: Bus oder Bahn?

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