zur Navigation springen

Wirtschaft : Firmen in MV wollen weiter investieren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Positive Wirtschaftslage in MV: Unternehmen im Land wollen weiter investieren und mehr Menschen beschäftigen. Dieser Trend wird in den gestern veröffentlichten Konjunkturumfragen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin, Neubrandenburg und Rostock deutlich.

Die Investitionspläne der Unternehmen bleiben in Westmecklenburg im Vergleich zum Frühsommer auf einem hohen Niveau. So gaben die befragten Unternehmen an, vor allem in Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen investieren sowie ihre Kapazitäten erweitern zu wollen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Rostock: Ein Viertel der befragten Unternehmen plane zu investieren, ein Drittel vorrangig in den Kapazitätenausbau. In Neubrandenburg hingegen geht die Mehrzahl der Befragten von gleichbleibenden Investitionsausgaben aus. Laut Umfrage solle hauptsächlich in der Industrie, im Verkehr- und im Dienstleistungsbereich Geld in die Hand genommen werden.

Die Investitionsentscheidungen der Unternehmen haben wiederum Einfluss auf den Arbeitsmarkt. So schätzen die Firmen im Landkreis Nordwestmecklenburg, des Landkreises Ludwigslust-Parchim und Schwerin die Beschäftigungsentwicklung stabil ein. Die gute Konjunktur sorgt für neue Stellen. Das zeigen auch die Beschäftigungspläne der an der Befragung teilgenommenen Unternehmen, die für den Herbst 2015 einen Zuwachs von 15 Prozent vorhersagen; ein Jahr zuvor waren es 13 Prozent. In Rostock ist die Einstellungsbereitschaft im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Vor allem in der Industrie und im Verkehrsgewerbe wird mit steigenden Arbeitsplätzen gerechnet. Ebenso sieht es in der Bau- und Dienstleistungsbranche aus. In Neubrandenburg wird ebenfalls die Industrie als Garant für die Schaffung von Arbeitsplätzen gesehen. Auch im Handel und Verkehr werde mit steigenden Mitarbeiterzahlen gerechnet. Die Baubranche ist hingegen wegen des nahenden Winters zurückhaltender in der Stellenplanung. Im Dienstleistungssektor und im Einzelhandel stagnieren zudem die Beschäftigungsabsichten.

Trotz der positiven Wirtschaftslage sorgen sich die Unternehmen vor steigenden Arbeitskosten und einer geringeren Inlandsnachfrage sowie dem vorherrschenden Fachkräftemangel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen