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P+S-Werften : Ex-Werftchef verweigert die Aussage

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Er berief sich auf sein Aussageverweigerungsrecht, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung ermittelt.

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 20:45 Uhr

Erstmals hat im Untersuchungsausschuss des Landtags zur Pleite der P+S-Werften ein Zeuge die Aussage komplett verweigert. Der frühere Technik-Geschäftsführer der seit August 2012 insolventen Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast, Torsten Moschell, wollte gestern nicht einmal bestätigen, dass er als Geschäftsführer bei P+S gearbeitet hat. Er berief sich auf sein Aussageverweigerungsrecht, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung ermittelt.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Jochen Schulte (SPD), drohte mit möglichen Konsequenzen bis hin zur Beugehaft. Nach einer halben Stunde brach er die Vernehmung ab. Jetzt steht der Ausschuss vor der Frage: Soll man vor Gericht ziehen und versuchen, Moschell per Beschluss zur Aussage zwingen zu lassen? Darüber sollen die Ausschussmitglieder in Ruhe beraten, sagte Schulte.

Schon einmal stand der Ausschuss vor dieser Frage, als Ex-Werftengeschäftsführer Dieter Brammertz bei seiner Vernehmung im Frühjahr ebenfalls nichts sagen wollte. „Damit schlägt sich der zweite Hauptverantwortliche für die Werftenpleite in die Büsche“, rügte die Obfrau der SPD-Landtagsfraktion, Stefanie Drese. Moschells Verhalten sei ein Schlag ins Gesicht der ehemaligen Werft-Beschäftigten.

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