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Mecklenburg-Vorpommern : Energie-Gipfeltreffen an der Küste

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unternehmerverband will Ost-Energieforum nach MV holen

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 11:50 Uhr

Gipfeltreffen an der Küste: Der größte ostdeutsche Branchengipfel der Energiebranche soll im kommenden Jahr in MV stattfinden. Das von der Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände der neuen Länder und Berlin organisierte Ost-Energieforum sollte in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden, schlug Rolf Paukstat, Präsident des Unternehmerverbandes Schwerin vor.

MV wolle Energieland werden und müsse sich daher stärker in die Energiedebatte einbringen, forderte er im Vorfeld des dritten Gipfeltreffens Anfang September in Leipzig. Das Forum, das bislang stets in Leipzig eröffnet wurde, bringe „Politik, Wissenschaft und Energiewirtschaft mit dem ostdeutschen Mittelstand zusammen, um über die Energiewende, ihre Reform und die Perspektiven zu diskutieren“. Paukstat lud beispielsweise die drei Industrie- und Handelskammern in MV und Ostdeutschlands ein, das Treffen gemeinsam auszurichten. Das zweitägige Treffen Anfang September befasst sich mit Fragen der Energiewende in Ostdeutschland. Die Interessengemeinschaft der ostdeutschen Unternehmerverbände vertritt etwa 22 000 Firmen in den neuen Bundesländern.

Die Ost-Wirtschaft sieht sich trotz der Reform des Erneuerbaren-Energiengesetzes noch immer benachteiligt. Zwar richteten sich die Neuregelungen stärker am Markt aus, begrüßte Paukstat entsprechende Änderungen. Doch sei „ein weiterer Anstieg der Strompreise nicht gebannt“, stattdessen die Benachteiligung der ostdeutschen Verbraucher zementiert. Nach wie vor müssten ostdeutschen Firmen deutlich höhere Netzentgelte und damit höhere Energiepreise zahlen. Die ostdeutschen Unternehmerverbände fordern daher eine Vereinheitlichung der Entgelte für die Nutzung der Stromnetze. Schließlich komme „der Netzausbau im Zuge der Energiewende dem ganzen Land zu gute“, meinte Paukstat. Der Verbandschef forderte zur Entlastung der Verbraucher u. a. eine Senkung der Stromsteuer – von 20,50 Euro je Megawattstunde auf das derzeitige EU-Mindestniveau von 0,50 Euro je MWh für die betriebliche Verwendung.

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