Beschäftigung : Ende des Abwärtstrends bei Arbeitslosenzahlen

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27. November 2014, 17:41 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Arbeitslosenzahl zum ersten Mal seit zehn Monaten wieder gestiegen. Im November haben sich 4500 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober, insgesamt 86 500. Die Bundesagentur für Arbeit sprach gestern in ihrem Monatsbericht von einem jahreszeitlich typischen Plus wegen des Saisonendes in der Tourismusbranche.

In den Urlaubsregionen sei die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat überdurchschnittlich gestiegen, im Kreis Vorpommern-Rügen etwa um 15,7 Prozent, sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen leicht, die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent.   In MV beträgt die Erwerbslosenquote aktuell 10,4 Prozent nach 9,9 Prozent im Oktober. Damit steht MV  mit Berlin im Ländervergleich auf dem vorletzten Platz vor Bremen (10,5 Prozent). Im Vergleich zum November 2013 gebe es aber einen starken Rückgang um 8800 Jobsuchende. „Nach wie vor zeigt sich der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern unbeeindruckt von konjunkturellen Eintrübungen“, sagte Haupt-Koopmann.

Das Risiko arbeitslos zu werden, sei weiter gesunken. Die Unternehmen würden sich nicht nur ihren Nachwuchs sichern: „Generell halten die Betriebe ihr Personal.“ Besonders stark sei die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen gesunken – um 1900 oder 23,1 Prozent im Vergleich zum November 2013. Haupt-Koopmann appellierte an die jungen Leute, nach der Schule in eine Berufsausbildung zu gehen. Die Betriebe haben seit Jahresbeginn den Arbeitsagenturen und Jobcentern 40 000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 2,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

 Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte, läuft der Konjunkturmotor weiter. „Dennoch: Die Wetterabhängigkeit darf nicht zur Bremse der wirtschaftlichen Entwicklung in den Tourismusregionenunseres Land werden“, warnte er.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf 2,717 Millionen gesunken. Somit waren 16 000 Menschen weniger auf Stellensuche als im Oktober, und 89 000 weniger als vor einem Jahr. 

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