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Ranking : Einkommen in Westmecklenburg am höchsten

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Rostock Region mit größter Wirtschaftskraft in MV

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erstellt am 03.Jan.2014 | 23:00 Uhr

So viel können nicht einmal die Einwohner in der wirtschaftsstärksten Region des Landes in Rostock locker machen: Den Haushalten zwischen Boizenburg und Plau, Dömitz und Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim steht landesweit das höchste verfügbare Einkommen – dazu gehören Arbeitslohn, Kapitalerträge und Sozialtransfers abzüglich Sozialabgaben und Steuern – zur Verfügung – 17 397 Euro je Einwohner, geht aus dem gestern veröffentlichten Standortranking aller Landkreise und Städte des Wirtschaftsmagazins Focus Money hervor. Die niedrigste Arbeitslosigkeit in MV, täglich zehntausende Pendler zu besser bezahlten Jobs in Hamburg und Schleswig-Holstein – im Landkreis Ludwigslust-Parchim  zahlt es sich aus. Auch die Landkreise Rostock (17 020 Euro) und Nordwestmecklenburg (16 457 Euro) schneiden gut ab. In der Stadt Rostock hingegen muss jeder Einwohner mit 15 709 Euro auskommen. Ludwigslust, Parchim oder Rostock: Im Vergleich zu den Wohlstandsregionen in Süddeutschland fällt das Einkommen dennoch eher mager aus. Einwohner im Landkreis Starnberg  können pro Kopf auf 32 559 Euro zurückgreifen – Deutschlands Region mit den höchsten Einkommen.

Trotzdem bleibt die Hansestadt Rostock Mecklenburg-Vorpommerns Region mit der höchsten Wirtschaftskraft. Mit einer Bruttowertschöpfung von 51 591 Euro je Erwerbstätigem , mit 16 380 Euro Investitionen je  Beschäftigtem im verarbeitendem Gewerbe – die Hansestadt schneidet innerhalb des Landes am besten ab, bleibt im Bundesvergleich der etwa 400 Landkreise und kreisfreien Städte allerdings hinter dem Mittelfeld zurück. Rostock erreicht nur Platz 276. Die Industrieansiedlungen der vergangenen Jahre haben die Investitionen an der Küste in die Höhe schnellen lassen. In Rostock wurde im verarbeitenden Gewerbe pro Kopf doppelt soviel investiert wie in Nordwestmecklenburg (8193 Euro), gar fünf Mal so viel wie beim Investitionsschlusslicht Schwerin (3108 Euro).

So viele Erwerbstätige in Deutschland wie noch nie, beste Exportgeschäfte – von der wirtschaftlichen Glanzlage  profitiert vor allem der Süden. Die wirtschaftlich stärkste Region in Deutschland ist Ingolstadt in Bayern, gefolgt von Heilbronn in Baden-Württemberg. Am schlechtesten ist die Lage in drei Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburgische Seenplatte Platz  387, Vorpommern-Rügen Platz 388, Vorpommern-Greifswald Platz 389.

Das Ranking vergleicht die Wirtschaftskraft der Regionen und Gemeinden anhand von sieben Kriterien. Dazu gehören Arbeitslosigkeit, Bruttowertschöpfung, das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen, die Bevölkerungsentwicklung und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. 

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