Nordex Rostock : „Der Rotor ist der Motor“

In Rostock wird Wind gemacht.
In Rostock wird Wind gemacht.

Nordex will Rotorblatt-Zentrum Rostock zum Produktions-Vorreiter ausbauen

svz.de von
22. Juli 2014, 07:59 Uhr

Windkraftanlagenbauer Nordex baut sein Rostocker Werk aus. MV-Energieminister Christian Pegel (SPD) legte gestern den Grundstein für die Erweiterung des Rotorblatt-Zentrums. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Investition gute Arbeitsplätze sichert“, sagte Pegel.

Die 25 Millionen Euro teure Modernisierung wurde nötig, weil größere, bis zu 65 Meter lange Rotorblätter in Rostock hergestellt werden sollen. Um diesem Ausmaß gerecht zu werden, werden Produktionshallen umgebaut. Für die Endbearbeitung der Rotorblätter entsteht zudem eine 10 500 Quadratmeter große Halle.

Das Werk wird zur „lead factory“ von Nordex, also zum Vorreiter: Laufen die Prozesse dort gut, könnten sie auf andere Standorte übertragen werden. „Der Rotor ist der Motor“, sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky über die Bedeutung der Kerntechnologie. „Wir werden unsere Kapazitäten erweitern und neueste Blatt-Typen fertigen.“

Aktuell stellt Nordex etwa ein Viertel seines Bedarfs an Rotoren selbst her. Dieser Anteil bleibe stabil, die absolute Zahl aber soll steigen: 2013 wurden in Rostock 320 Rotorblätter produziert, 2014 sollen es schon 540 sein, 2016 dann sogar 840.

Weitere 25 Millionen Euro investiert Nordex in die Kooperation mit internationalen Partnern, so in der Türkei und in Dänemark. Das sei wichtig, da 80 Prozent der Turbinen im Ausland ans Netz gehen.

Doch nachdem in den vergangenen beiden Jahren die Produktion für das Binnenland im Fokus stand, soll nun der Anteil der Turbinen, die später in MV genutzt werden, steigen. Im umgebauten Werk sollen mehr Turbinen entstehen, die auf starke – an der See übliche – Winde ausgelegt sind. Nordex beschäftigt in Rostock derzeit 1350 Mitarbeiter. Kürzlich hatte die Firmenführung ihre Prognose für 2014 auf 1,6 Milliarden Euro Umsatz angehoben.

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