Commerzbank: Keine Auskunft über Standorte im Nordosten : Commerzbank schließt 340 Filialen

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Foto: dpa
Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Foto: dpa

Die Commerzbank will über 300 Filialen schließen. Auch Rostock, Schwerin oder Potsdam könnten betroffen sein. Ob, wie viele und welche Filialen in der Region schließen, ist bisher unklar.

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17. Mai 2011, 07:21 Uhr

Berlin/Schwerin | Commerzbank-Vorstand Martin Zielke schließt aus, mit der geplanten Schließung von über 300 Filialen Kunden zu verprellen. "Da habe ich keine Bedenken", sagte Zielke, der für das Privatkundengeschäft verantwortlich ist, der "Welt" . "Wir legen nur solche Filialen zusammen, die wenige Meter voneinander entfernt sind." Im Nordosten könnte dies größere Städten wie Rostock, Schwerin oder Potsdam betreffen. Ob, wie viele und welche Filialen in der Region schließen, konnte ein Pressesprecher der Commerzbank gestern nicht beantworten. "Über Details informieren wir zuerst die Kunden, dann die Presse", so der Sprecher.

Mit 1200 Zweigstellen werde die Commerzbank künftig eines der dichtesten Filialnetze Deutschlands haben, so Zielke. Das Kreditinstitut wollte gestern mit der nach der Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009 beschlossenen Zusammenlegung der Filialnetze beginnen. Bis Ende 2012 soll sich die Zahl der Zweigstellen von 1540 auf 1200 reduzieren. In der Vergangenheit hätten sich die Filialen und die Zentrale in Frankfurt am Main zu sehr voneinander entfernt, erklärte Zielke. "Das ändern wir gerade", sagte er.

Den Mitarbeitern in den Filialen will die Bank mehr Zeit für Kunden einräumen. Beratung habe höchste Priorität. "Das Privatkundengeschäft ist und bleibt eine ökonomische Veranstaltung. Da darf man sich nichts vormachen", erklärte Zielke. Einen Vertrieb ohne Steuerung und klare Vorgaben könne es nicht geben.

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