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Erwin Sellering : „Chancen durch Export auch nutzen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sellering verspricht Unternehmen aus MV Starthilfe

Firmen mit neuen Produktideen können nach Angaben von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) auch weiterhin auf finanzielle Starthilfe des Landes zählen.

Innovation sei der Schlüssel, um die Türen zu neuen Märkten zu öffnen, sagte Sellering gestern in Lübesse bei Schwerin. Dort hatte er im Rahmen seiner Sommertour das Bootsbau-Unternehmen BuK besucht, das sich seit langem als Produzent moderner Drachenboote gegen weltweite Konkurrenz behauptet. „Sich dabei auch gegen Mitbewerber aus China, dem Mutterland der Drachenboote, durchzusetzen, das will was heißen“, sagte Sellering am vierten Tag seiner Sommertour, den er dem Thema Export widmete.

Bei der angestrebten Wirtschaftsentwicklung will die SPD/CDU-Regierung die Exporte maßgeblich erweitern. „Ich möchte noch mehr Unternehmer im Land ermutigen, die Chance, die ihnen der Export bietet, auch zu nutzen“, sagte Sellering. Gerade für die mittelständisch geprägte Wirtschaft im Nordosten sei es dabei wichtig, Nischen zu suchen und mit neuen Ideen und Angeboten Kunden zu überzeugen.

„Deshalb spielt für uns die Technologieförderung eine so wichtige Rolle und wir sind bereit, bei Bedarf auch aufzustocken“, sagte Sellering. Für Produktentwicklung in Unternehmen und technologieorientierte Existenzgründer sollen bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro an EU-Mitteln investiert werden. Auf Sellerings Tourplan standen gestern zusätzlich Besuche bei der Astech Sensortechik GmbH in Rostock, der Pagholz-Formteile GmbH im vorpommerschen Loitz sowie im Seehafen Stralsund. Für die Häfen im Ostteil des Landes, neben Stralsund vor allem noch Sassnitz, erhofft sich Sellering Wachstumsimpulse durch den Bau von Windparks auf See und den Handel mit Osteuropa. Das Russland-Geschäft war durch die Handelsbeschränkungen infolge des Ukraine-Konflikts massiv eingebrochen.

Das Exportvolumen Mecklenburg-Vorpommerns lag im Vorjahr bei 7,2 Milliarden Euro. Das waren gerade 0,6 Prozent der gesamten deutschen Warenausfuhren, die einen Rekordumfang von 1,13 Billionen Euro erreichten. Gegenüber dem Jahr 2013 war das Exportvolumen im Nordosten hingegen leicht gesunken. Hauptgrund waren die Sanktionen im Handel mit Russland.

Wichtigster Zielmarkt ist weiterhin das Nachbarland Polen, das im Vorjahr Waren im Umfang von 756 Millionen Euro aus Mecklenburg-Vorpommern bezog. Ende August plant Sellering einen Besuch in Polen, um politische und wirtschaftliche Kontakte zu vertiefen.

Weizenlieferungen aus dem Nordosten machten Iran mit einem Volumen von 466 Millionen Euro zum zweitwichtigsten Handelspartner, vor Dänemark, das Waren für 425 Millionen Euro bezog.

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