Pfändungssichere Konten : Betroffene kommen verspätet an Geld

Auch bundesweit beziehen immer mehr Menschen diese Form der Sozialhilfe.

Auch bundesweit beziehen immer mehr Menschen diese Form der Sozialhilfe.

Nächste Auszahlung eines sogenannten P-Kontos erst ab 4. Januar möglich

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01. Januar 2016, 10:00 Uhr

Viele überschuldete Menschen, die zum Schutz vor Gläubigern ein sogenanntes P-Konto haben, kommen nach dem Jahreswechsel erstmals am 4. Januar an ihr Geld. Auf diese Situation hat die Deutsche Kinderhilfe am Mittwoch in Berlin hingewiesen. „Dieses Jahr trifft es finanziell schwache Familien und ihre Kinder besonders hart“, sagte Rainer Becker von der Organisation.

Die Banken hätten Zehntausenden P-Konto-Inhabern mitgeteilt, dass sie wegen der Konstellation von Silvester, Neujahr und dem Wochenende nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst ab dem 4. Januar über ihr Geld verfügen können. „Fünf Tage später als andere Bezieher von Einkommen, die in aller Regel ohnehin über erheblich mehr Geld verfügen“, kritisierte Becker.

P-Konten bieten den Inhabern unbürokratischen Schutz vor Konto-Pfändungen bis zu einer Freibetragsgrenze, die von der Zahl der zu versorgenden Personen abhängt. Hintergrund für die Verzögerung zwischen Zahlungseingang und Freigabe zur Auszahlung sind nach Angaben der Kinderhilfe notwendige Prüfungen durch die Bank. Sie dauerten normalerweise einen Tag.

Die Ostseesparkasse Rostock (OSPA) habe auf die Kritik der Kinderhilfe reagiert und es ermöglicht, dass die P-Konten-Inhaber bis auf die Rentner unter ihnen spätestens am 1. Januar am Automat Zugriff auf ihr Geld haben. Allein bei der OSPA werden demnach rund 3500 P-Konten geführt.

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