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MINT-Excellence-Netzwerk : Begeistert von Technik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Samira Steilen gehört zum MINT-Excellence-Netzwerk – und damit zu den Besten in ihrem Fach

von
erstellt am 15.Mai.2014 | 11:59 Uhr

Als Samira Steilen sich dazu entschied noch einmal neu anzufangen und Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Stralsund zu studieren, war sie bereits acht Jahre aus der Schule raus und Mutter von zwei Kindern. Eigentlich hatte die gebürtige Neubrandenburgerin mit Technik nichts am Hut. „Ich habe Physik mit der 10. Klasse abgewählt, weil ich da einfach keinen Zugang zu hatte“, gesteht sie. Heute gehört sie zum MINT-Excellence-Netzwerk und damit zu den Besten in ihrem Fach.

MINT, das steht für die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Rund ein Viertel der Studierenden belegten im letzten Jahr eines dieser Fächer in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Manfred-Lautenschläger-Stiftung hat die Initiative MINT-Excellence gegründet, um dem Fachkräftemangel in Naturwissenschaftlichen und technischen Berufen entgegenzuwirken. Jedes  Jahr haben 30 MINT-Studierende die Chance auf ein Stipendium. Für zwei Jahre werden sie dann mit 750 Euro je Semester unterstützt.

Umgesetzt wird das Programm vom Finanz- und Vermögensberater MLP. Kooperationspartner sind das Innovationsmagazin Technology Review und „MINT Zukunft schaffen“, eine Initiative der deutschen Wirtschaft gegen den Fachkräftemangel in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. „Die Studenten können sich mit Hilfe des Stipendiums noch besser auf ihr lernintensives Studium konzentrieren und müssen sich weniger um das Finanzielle sorgen“, sagt Dr. Manfred Lautenschläger, Gründer der gleichnamigen Stiftung.

Über 2000 Bewerber gibt es jährlich. 300 von ihnen werden zu einem zu einem zweitägigen Auswahlverfahren, dem sogenannten Assessment-Center eingeladen und haben damit schon den ersten Schritt gemacht. Wer es in die zweite Runde schafft, ist automatisch im MINT-Excellence-Netzwerk aufgenommen.

So auch Samira Steilen im Jahr 2012. Dabei war sie anfangs skeptisch. „Ich dachte, wie unwahrscheinlich ist es, dass ich das schaffe. Ich wusste, ich gehöre auf jeden Fall zu den Besten, aber ob das reicht?“ Das MINT-Excellence-Programm berücksichtigt nicht nur überdurchschnittliche Studienergebnisse, sondern auch gesellschaftliches Engagement und besondere wissenschaftliche Leistungen. Dafür gibt es jeweils zehn Stipendien in den drei Kategorien: „Studies Excellence“, „Social Excellence“ und „Science Excellence“.

Samira Steilen bewarb sich in der ersten Kategorie auf Grund ihrer guten Noten und wurde zum Assessment-Center eingeladen. Innerhalb von zwei Tagen wurde sie zusammen mit den anderen Bewerben auf logisches Denken und Selbstpräsentation geprüft. „Kaum jemand schafft diese Tests mit ‚sehr gut‘. Es geht darum herauszufinden, was an einem besonders ist.“

Für das Stipendium hat es nicht gereicht, dennoch profitiert Steilen nach wie vor von dem Programm. In dem MINT-Excellence-Netzwerk sei man im engen Kontakt mit Gleichgesinnten. Über das Karriereportal Xing können die Studenten nicht nur mit MINT-Studenten, sondern auch Unternehmen in Kontakt treten. „Außerdem profitieren die Mitglieder des Mint-Netzwerkes von teilweise kostenlosen Seminaren und Messebesuchen“, erzählt Steilen.

Für die Bewerber hat Samira Steilen folgende Tipps: „Sie sollten Begeisterung, Ehrgeiz und Interesse mitbringen und authentisch sein. Man sollte darstellen können, was man will – im besten Fall für die Gesellschaft.“

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