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Agrarwirtschaft : Bauern machen gute Geschäfte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Land- und Forstwirtschaft in MV legt zu: Bruttowertschöpfung steigt um fast ein Fünftel

Gute Geschäfte auf dem Bauernhof: In der Land- und Forstwirtschaft samt Fischerei erhöhte sich die Bruttowertschöpfung im Jahr 2012 gegenüber 2011 um fast ein Fünftel auf 996 Millionen Euro, ermittelte das Statistische Amt in Schwerin. Insgesamt trug die Agrarwirtschaft 3,9 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung im Nordosten bei, so viel wie in keinem anderen Land der Bundesrepublik. Allerdings hatte die Agrarleistung in MV auch schon dreimal über einer Milliarde Euro gelegen, zuletzt 2004. Wie aus der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung der Bundesländer weiter hervorgeht, wuchs 2012 in keinem anderen Flächenland die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft so kräftig wie in MV. In Niedersachsen, neben Bayern wichtigster Agrarproduzent in Deutschland, ging sie um knapp neun Prozent zurück.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. „Diese Zahlen belegen wieder einmal, dass der Agrarsektor eine wesentliche Stütze der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist. Außerdem wird deutlich, dass die Landesregierung vieles richtig gemacht hat“, erklärte Backhaus. Auch die steigenden Kosten für Kraftstoffe, Dünge- und Pflanzenschutzmittel hätten weitgehend kompensiert werden können. Steigerungspotenzial sieht Backhaus vor allem in der Tierproduktion. Während die Pflanzenproduktion in Mecklenburg-Vorpommern mit 62 Prozent überdurchschnittlich zur Bruttowertschöpfung beitrage, hinke die Erzeugung tierischer Produkte im Vergleich hinterher. „Gerade durch die Veredelung werden Arbeitsplätze geschaffen. Hier kann noch mehr geschehen. Daher werden wir über das Agrarförderprogramm weiterhin Anreize schaffen, um mehr umweltschonende und überaus tierschutzgerechte Tierhaltungen in unserem Land zu bekommen“, so Minister.

Allerdings mehrt sich auch der Widerstand gegen den Bau neuer Schweinemastanlagen und großer Hühnerställe im Land. Darauf reagierte Backhaus schon mit veränderten Förderrichtlinien. Seit dem Förderjahr 2012 gelte die Obergrenze von zwei so genannten Großvieheinheiten pro Hektar als Fördervoraussetzung.

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