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Alles aus Pute

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Parchim | Ende 1990 kam er auf die Pute: Der Mecklenburger Tierarzt Arvid Kremer gründete in Severin bei Parchim eine Landfleischerei und hob mit dem Familienbetrieb die bis dahin kaum bekannte Putenverarbeitung mit aus der Taufe. 20 Jahre später setzt die Landpute GmbH mit 230 Beschäftigten mehr als 10 Millionen Euro jährlich um. Jede Woche verarbeitet der Betrieb bis zu 2000 konventionell erzeugte Puten, 5000 Biohähnchen und 1500 Bioputen. Aufgezogen werden sie von Vertragslandwirten größtenteils in MV. Heute übergibt das Unternehmen mit dem Erweiterungsbau der Produktionshalle die größte Investition der Firmengeschichte.

Angefangen hatte alles Ende 1990 mit 150 Puten, 17 Mitarbeitern und zwei Verkaufswagen. Heute verarbeitet das Unternehmen jede Woche bis zu 2000 konventionell erzeugte Puten, 5000 Biohähnchen und 1500 Bioputen, aufgezogen von Vertragslandwirten größtenteils in Mecklenburg-Vorpommern. Knapp ein Drittel der Tiere geht als Frischfleisch über den Tresen, die übrigen werden rein handwerklich zu rund 500 Tonnen Fleischprodukten im Jahr verarbeitet. Dazu gehören gut 100 Sorten Wurst, Salami, Schinken, Salat, Aspikware oder Fertigessen. „Die Pute bietet eine leichte und gesunde Kost, sie ist wieder in und eindeutig weiterhin auf Wachstumskurs“, betont Kremer.

Seit 1990 investierten die Kremers mehr als 13 Millionen Euro am Standort Severin, dem Gelände einer alten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Vor zehn Jahren startete die Bioproduktion, was die Mecklenburger Geflügelspezialisten zu Dauerlieferanten für Babykosthersteller aufsteigen ließ. Allein dieses Jahr flossen 2,5 Millionen Euro in Umbau und Erweiterung der Schlachterei. Dank ausgeklügelter Kältetechnik und Logistik sei die Kühlkette vom Federvieh bis zum verpackten Putenschnitzel ungebrochen, so Armin Kremer. Abnehmer der Geflügelerzeugnisse seien Gastronomie und Kliniken, der Einzelhandel und Naturkostläden. Der Export läuft an.

Selbst Scheichs von Dubai speisten schon Severiner Putensalami. Und in der First Class der Lufthansa kamen der Landputen-Lachsschinken und die Putenhaxe „Ohne Reue“ aufs Tablett. 40 Prozent der Produkte aus Severin aber gehen in acht firmeneigenen Fachgeschäften und acht Verkaufswagen im Land über den Ladentisch. Insofern sehen die Kremers ihr Unternehmen als „gläserne Fleischtheke“, die von der Aufzucht der Tiere, über Schlachtung und Verarbeitung bis zum Verkauf alles aus einer Hand anbietet.

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erstellt am 23.Sep.2010 | 07:35 Uhr

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