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Personalie : Airport Laage – neuer Chef

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rainer Schwarz übernimmt ab 1. Dezember. Zuletzt war er am Berliner Hauptstadtflughafen tätig.

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2014 | 20:00 Uhr

In Berlin entlassen, am Landesflughafen Rostock-Laage eingestellt: Reiner Schwarz wird neuer Geschäftsführer des hiesigen Airports. Der 57-Jährige folgt ab 1. Dezember auf Steffen Knipsel, der die Geschäfte nach der Abberufung von Carsten Herget im März dieses Jahres kommissarisch übernommen hatte.

Mit Schwarz kommt zwar ein Mann mit Erfahrung im Passagier- und Luftfrachtgeschäft an die Küste, doch seine letzte Station war von massiven Querelen geprägt. Der Manager war im Januar 2013 im Zuge des Debakels um den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg entlassen worden. Dennoch ist Jochen Bruhn, Geschäftsführer der Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding sowie Chef der Gesellschafterversammlung, von der Eignung des Betriebswirts überzeugt: Schwarz sei genau der Richtige, um die Geschäfte weiter zu führen, sagte er gestern. So erhoffen sich die Gesellschafter – Hansestadt und Landkreis Rostock sowie die Stadt Laage – vor allem steigende Passagierzahlen und mehr Linienflüge. Erwartungen, die sie bereits an Vorgänger wie Carsten Herget und Maria Muller stellten, die aber weithin unerfüllt blieben. 2013 zählte der Airport 180 000 Passagiere, für 2014 sind 170 000 avisiert.

Insgesamt hatten sich 80 Interessenten um den Posten beworben, sechs von ihnen schafften es in die engere Wahl. Letztlich entschieden sich die Gesellschafter einstimmig für den Düsseldorfer. Der freut sich auf die „anspruchsvolle Aufgabe“. Er setzt auf die Erreichbarkeit der Touristenregion MV über den Airport, will zudem Geschäftskunden ansprechen, die von Laage über Drehkreuze in die Welt reisen könnten. Auch dies versuchten schon seine Vorgänger.

Das Land hatte im Januar unverhofft seine Zuschüsse für den defizitären Airport auf eine Million Euro pro Jahr verdoppelt – zu der Bedingung, dass bis 2017 die Passagierzahlen auf bis zu 300 000 gesteigert werden. Die EU-Kommission, die staatliche Beihilfen für Regionalflughäfen notifizieren muss, war in bisherigen Entscheidungen skeptisch, ob unter 500 000 Passagieren Airports wirtschaftlich tragfähig sind.

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