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Baugeld fehlt : A14-Zeitplan wackelt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erst ein Viertel der Kosten finanziert / Nur drei von 16 Abschnitten im Bau

Stockender Verkehr auf der Nord-Süd-Autobahn 14 zwischen Ludwigslust und Magdeburg: Die seit Monaten vom Bund ausstehende Bereitstellung der Bausumme von 88 Millionen Euro bringt den vom Land für 2015 geplanten Weiterbau auf dem zweiten Teilstück in Mecklenburg-Vorpommern in Gefahr. Für den zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Ludwigslust und der Landesgrenze Brandenburg bestehe seit 2013 Baurecht, teilte das Schweriner Verkehrsministerium mit – die Bagger könnten rollen. Nach der grundsätzlichen Finanzierungszusage müsse der Bund aber nun die Bausumme zur Verfügung stellen.

Damit ist offenbar nicht so schnell zu rechnen: Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden, erklärte Stefan Ewert, Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Ein Finanzierungstermin steht aus: Erst mit einem bestätigten Bundeshaushalt für dieses Jahr könne über die weiteren Straßenbauplanungen verhandelt werden. Die Zeit drängt: Ohne Baugeld des Bundes noch in diesem Jahr würden sich die Vorbereitungsarbeiten voraussichtlich bis 2016 verschieben.

Finanzierungsprobleme auf der A 14 – kein Einzelfall: Auch in Sachsen-Anhalt habe der Bund die Bausummen für weitere Teilabschnitte noch nicht bereitgestellt, heißt es im Verkehrsministerium in Magdeburg. Gesamtkosten für die Autobahn: 1,3 Milliarden Euro, fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Bislang hat der Bund nur ein Viertel der Gesamtbausumme zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile gerät der Zeitplan für Deutschlands größten Straßenneubau unter Druck: Von 16 Teilabschnitten wird erst in drei Abschnitten gebaut – auf 33 Kilometern der insgesamt 155 Kilometer. Für den längsten Teil der Trasse laufen die Planungen noch, für die sensible Elbquerung nahe Wittenberge steht nach wie vor die Trassenführung nicht fest. Zwischen dem neuen Autobahnkreuz an der A 24 und Ludwigslust, zwischen Karstädt und der Landesgrenze Brandenburg soll hingegen ab 2015 der Verkehr rollen, zwischen Colbitz und Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt ab Herbst 2014. Trotz der Finanzierungsprobleme halten Magdeburg und Berlin aber noch am bisherigen Zeitplan fest: Ab 2020 solle zwischen dem Kreuz an der A 24 bis nach Magdeburg die Autobahn durchgängig befahrbar sein.

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erstellt am 14.Jun.2014 | 08:00 Uhr

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