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Wirtschaft MV

26. September 2017 | 07:42 Uhr

800 Opfer im Boot

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jun.2010 | 07:59 Uhr

Rostock/Güstrow | Einen enormen Zulauf erfährt der Opfer-Verein, der sich nach dem Anlage-Skandal unter dem Dach der Volkssolidarität gegründet hat. Laut Gottfried Hörnig, Vorsitzender des Vereins, der sich offiziell "Interessenverband der Geschädigten von Volkssolidarität-Geldanlagen" nennt, gibt es bereits rund 500 Anfragen von Betroffenen. "Wir rechnen mit insgesamt 800 Mitgliedern", so Hörnig. Am Freitag wollen sich Vorsitzender und Vorstand in Rostock der Öffentlichkeit vorstellen. Hörnig, früher selbst Mitarbeiter der Volkssolidarität, stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen den VS-Kreisverband Bad Doberan wegen dubioser Geschäfte. Er wisse: Ab dem Jahre 2005 hätten führende VS-Mitarbeiter um die Schieflage der Fonds gewusst, aber dennoch seien weiter Anleger geworben worden. Als Anleger betroffen sei er selbst nicht - "wohl als Einziger im Verein".

Der neue Verein will die Interessen der mehr als 1800 Betroffenen, die knapp acht Millionen Euro in verschiedenen VS-Gesellschaften (Sitz: Güstrow) anlegt haben, durchsetzen. "Wir bereiten Musterklagen und andere Aktionen vor", so Hörnig.

Von den insolventen Gesellschaften sei sicher kaum noch Geld zu erwarten, so Axel Drückler von der Neuen Verbraucherzentrale MV. Ziel sei es nun, "die Verbände der VS" ins Visier zu nehmen. Der VS-Landesverband hatte Haftung für den Schaden bei den Kreisverbänden stets zurückgewiesen.

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