Arbeitsmarkt MV : 300 Arbeitslose weniger als im Juli

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Der Rückgang der Erwerbslosigkeit in MV hat sich im August verlangsamt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist aber weiter hoch, so die Agentur. Für September und Oktober sagen die Experten wieder gute Zahlen voraus.

svz.de von
31. August 2016, 10:46 Uhr

Die Zahl der Erwerbslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im August - im Gegensatz zum Bundestrend -  weiter ganz leicht um 300 auf 74 300 gesunken. Die Quote blieb wie im Vormonat bei 9 Prozent, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Kiel mitteilte. Vor einem Jahr waren 5500 Menschen mehr ohne Job. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung liege die Arbeitslosenzahl in einem August unter 75 000.

Die Unternehmen im Land würden ihr Personal halten, die Nachfrage nach Arbeitskräften sei weiter hoch, hieß es. Seit Jahresbeginn seien den Arbeitsagenturen 32 200 offene Stellen gemeldet worden - 1500 oder 4,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor allem in den Bereichen Soziales und Gesundheit, im Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe würden Mitarbeiter gesucht.

Für die beiden kommenden Monate äußerte sich die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, optimistisch, dass die Erwerbslosenzahl im Nordosten wieder stärker sinken wird. Die Konjunktur sei stabil, so dass sie mit einem deutlichen Herbstaufschwung rechne, sagte sie.

Am günstigsten ist die Arbeitsmarktlage erneut im Landkreis Ludwigslust-Parchim, der eine Quote von 6,6 Prozent meldete. Die höchste Quote wurde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 11,1 Prozent ermittelt. Die Städte Rostock und Schwerin verzeichneten jeweils 9,8 Prozent. Mit landesdurchschnittlich 9 Prozent bleibt Mecklenburg-Vorpommern auf dem viertletzten Platz im Ländervergleich vor Sachsen-Anhalt, Berlin und Bremen. Spitzenreiter Bayern hat 3,5 Prozent Arbeitslosigkeit. Bundesweit stieg die Quote um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent.

Für Unternehmen sei es anhaltend schwierig, Auszubildende zu finden, teilte die Regionaldirektion weiter mit. Noch immer seien 3600 Lehrstellen im Land unbesetzt, obwohl das Ausbildungsjahr offiziell schon am 1. August begonnen hat. Zugleich seien noch rund 2000 Schulabgänger auf der Suche. Haupt-Koopmann, sagte, Jugendliche könnten immer noch einen Lehrvertrag unterschreiben. „Gebt nicht auf“, appellierte sie.

Die Flüchtlingswelle ist auf dem Arbeitsmarkt des Landes angekommen. Aktuell sind der Regionaldirektion zufolge in Mecklenburg-Vorpommern 5500 Ausländer erwerbslos gemeldet, 2200 mehr als vor einem Jahr.„Wir gehen trotz des Flüchtlingseffekts davon aus, dass wir im Jahresdurchschnitt eine leicht geringere Arbeitslosenzahl haben werden als 2015“, sagte Haupt-Koopmann.

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