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Landwirtschaft : 15 Prozent weniger Getreide als 2014

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Statistikamt erwartet nach Rekordjahr schwächere Ernte / Bei einigen Kulturen wird nicht einmal Durchschnitt der letzten Jahre erreicht

Die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr bei den beiden Hauptkulturen Raps und Getreide eine schwächere Ernte. Die Spitzenwerte aus dem Vorjahr werden nach den ersten Ertragsschätzungen klar verfehlt, wie das Statistische Landesamt gestern in Schwerin mitteilte. Mitunter werde auch der mehrjährige Durchschnitt nicht erreicht.

Ursachen seien Schädlinge bereits im Herbst, ein trockenes und kaltes Frühjahr, aber auch die Hitze Anfang Juli. Die Getreideernte könnte demnach in diesem Jahr lediglich vier Millionen Tonnen erreichen. Das wären 15 Prozent weniger als im Spitzenjahr 2014.

Wintergerste: Die zuerst reifende Getreideart bringt nach der Schätzung im Landesdurchschnitt 71 Dezitonnen pro Hektar. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekordertrag von 80,9 Dezitonnen erreicht.

Der mehrjährige Durchschnitt liegt bei 72,1 Dezitonnen. Die Hälfte der Wintergerste ist den Angaben zufolge vom Halm.

Winterweizen: Nach dem Rekord von 90,7 Dezitonnen pro Hektar im vergangenen Jahr, rechnen die Bauern jetzt mit lediglich 77 Dezitonnen. Das würde dem mittleren Ertragsniveau der vergangenen sechs Jahre entsprechen.

Bei Roggen gehen die Landwirte von 55 Dezitonnen pro Hektar aus - das entspräche dem Durchschnitt. Bei der Kreuzung Triticale wird mit 56 Dezitonnen pro Hektar gerechnet, 16 Prozent weniger als 2014. Der Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2014 betrug allerdings nur 53,5 Dezitonnen.

Raps: Die jungen Pflanzen des Winterrapses wurden im vergangenen Herbst durch Schädlingsbefall empfindlich getroffen, wie es hieß.

Demzufolge wird sich die diesjährige Ernte den Schätzungen zufolge auf eine Hektarleistung von knapp 39 Dezitonnen belaufen. 2014 waren es 44,6 Dezitonnen, im sechsjährigen Mittel 39,9 Dezitonnen.

Sommergerste: Die bisher geschätzten 50 Dezitonnen pro Hektar für Sommergerste werden als durchaus gut eingeschätzt. Der Durchschnitt der letzten Jahre lag bei 45,6 Dezitonnen.

Hafer: Mit 37 Dezitonnen pro Hektar zeichnet sich dem Amt zufolge eine kaum zufriedenstellende Ernte ab - der Durchschnitt liegt hier bei 43,8 Dezitonnen.

Getreide wächst in diesem Jahr auf 568 000 Hektar, Raps auf 230 000 Hektar und Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung auf 15 000 Hektar. Damit haben diese Mähdruschfrüchte zusammen einen Anteil am Ackerland von mehr als 75 Prozent. Eine weitere bedeutsame Kultur ist der Silomais mit knapp 144 000 Hektar oder 13,3 Prozent des Ackerlandes.

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