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Besserung erwartet : Wirtschaft in MV im ersten Halbjahr geschrumpft

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Voriges Jahr war Mecklenburg-Vorpommern noch der Deutsche Meister beim Wirtschaftswachstum. Im ersten Halbjahr 2013 dann der Absturz: minus 1,2 Prozent. Laut Wirtschaftsministerium war das Wetter schuld.

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 05:12 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft ist im ersten Halbjahr geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 1,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Schwerin bekanntgab. Dies war einer der stärksten Rückgänge bundesweit. Nur im Saarland rutschte die Konjunktur mit minus 2,7 Prozent noch stärker ab. Im Bundesdurchschnitt und in den alten Ländern sank das BIP demnach um 0,3 Prozent, in den neuen Ländern um 1 Prozent.

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung sei in Mecklenburg-Vorpommern vor allem auf eine negative Entwicklung im Produzierenden Gewerbe und dort insbesondere im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen, hieß es.

Das verarbeitende Gewerbe gilt als Rückgrat der Wirtschaft. Der Dienstleistungsbereich habe stagniert, hieß es weiter. Das Statistische Landesamt berief sich bei seinen Angaben auf vorläufige Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem es angehört.

Im vergangenen Jahr hatte Mecklenburg-Vorpommern noch das höchste Wachstum aller Bundesländer. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Vergleich zum Jahr 2011 um 1,9 Prozent auf den historischen Höchststand von 36,9 Milliarden Euro, wie aus dem Mittelstandsbericht des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Absolut lag das Land mit 22 620 Euro je Einwohner allerdings auf dem vorletzten Platz unter allen Bundesländern.

Das Wirtschaftsministerium in Schwerin gab dem Wetter schuld am negativen Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr. Vor allem Bau und Tourismus hatten mit dem langen Winter zu kämpfen, wie Sprecher Gunnar Bauer sagte. "Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine bessere Entwicklung." Optimistisch stimmten der gestiegene private Konsum und auch der Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen bewiesen zudem, dass Mecklenburg-Vorpommern als Investitionsstandort Beachtung gefunden habe.

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