Sellerings Einschätzung : Wirtschaft braucht mehr Markenprodukte

Die Marke „Müritzfischer' der Fischerei Müritz-Plau GmbH in Waren passe sehr gut zum Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern, meinte Regierungschef Sellering.
Die Marke „Müritzfischer" der Fischerei Müritz-Plau GmbH in Waren passe sehr gut zum Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern, meinte Regierungschef Sellering.

Tourismus und Ernährungswirtschaft sollten in MV noch enger zusammengehen. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) wünsche sich, dass viele hochwertige Produkte und eigene Marken Werbung für das Land machen.

svz.de von
26. Juli 2012, 12:09 Uhr

Schwerin | Tourismus und Ernährungswirtschaft sollten in Mecklenburg-Vorpommern noch enger zusammengehen. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte gestern nach Besuchen in der Land- und Ernährungswirtschaft, er wünsche sich, dass viele hochwertige Produkte und eigene Marken Werbung für das Land machen. Sellering lobte die Fischerei Müritz-Plau GmbH in Waren, die sich mit Tourismus und regionalen Spezialitäten ihren Platz am Markt sichert. "Ihre Marke ,Müritzfischer passt sehr gut zum Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern", meinte der Regierungschef.

Die Produkte seien typisch für das Land, nicht schickimicki, der Fisch werde täglich frisch gefangen und verarbeitet. Die Ernährungswirtschaft sollte aber auch mehr ins hochpreisige Segment vorstoßen und die Zusammenarbeit etwa mit prominenten Köchen suchen. "Es passt zu uns, auf Gesundheit, auf Bio zu sehen und keine Massenware anzubieten." Die Fischerei GmbH mit 120 Mitarbeitern ist nach der bewirtschafteten Wasserfläche der größte Fischereibetrieb in Deutschland.

Sellering widmete erstmals während einer Sommertour einen ganzen Tag der Land- und Ernährungswirtschaft als einer der wichtigsten Wirtschaftsbranche des Landes. Der Getränkehersteller Fruchtquell in Dodow (Kreis Ludwigslust-Parchim) informierte den Regierungschef über Pläne, weiter zu expandieren. Das Familienunternehmen, das eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete in Deutschland bewirtschaftet, plant eine neue Produktionsstätte außerhalb des Dorfes, sagte Geschäftsführer Frank Jehring. Die Firma baut Jehring zufolge auf derzeit 950 Hektar Äpfel und Schwarze Johannisbeeren an. Täglich werden rund 1,5 Millionen, in Spitzenzeiten bis zu 2,5 Millionen Packungen Fruchtsäfte, Fruchtsaftgetränke, Schorlen und Mineralwasser produziert. In der Agrargenossenschaft Hohen Demzin im Landkreis Rostock ist wie im ganzen Land die Ernte in vollem Gange. Nach Einschätzung Sellerings ist das Unternehmen mit neun festen Mitarbeitern ein typischer großer Landwirtschaftsbetrieb, ohne den im Dorf nichts geht. Nach den Worten von Bauernverbandspräsident Rainer Tietböhl sind landesweit 90 bis 95 Prozent der Gerste abgeerntet. "Das schöne Wetter seit Sonntag hat unwahrscheinlich geschafft", sagte der Landwirt. Auf den ersten Schlägen habe auch die Rapsernte begonnen.

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