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Mecklenburg-Vorpommern : Wirtschaft 2011 mit Rekordjahr

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Die Wirtschaft in MV legte im vergangenen Jahr um 10,6 Prozent im Vergleich zu 2010 zu. Die Folge: Sie hat die Folgen des Krisenjahres 2009 überwunden und 2011 ein Rekordjahr hingelegt.

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erstellt am 29.Aug.2012 | 10:36 Uhr

Schwerin | Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) die Folgen des Krisenjahres 2009 überwunden und 2011 ein Rekordjahr hingelegt. Mit 35 Milliarden Euro sei das bisher höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt worden. "Das zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern auf dem richtigen Weg ist. Die Unternehmen investieren und stellen Leute ein", sagte Glawe gestern bei der Vorlage des Jahreswirtschaftsberichts.

Konjunkturmotor sei vor allem die Industrie gewesen, die im Vergleich zu 2010 um 10,6 Prozent zulegte. Vor allem bei den Automobilzulieferern (+ 44 Prozent), im Maschinenbau (+ 14)und in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+ 8) ging es steil aufwärts. Tragende Säulen der Wirtschaft seien zudem die Gesundheitswirtschaft, der Handel, das Handwerk und der Tourismus.

Den Anfang August gestarteten Neubau des Kaffeekapsel-Werkes in Schwerin, für den der Lebensmittel-Multi Nestlé 220 Millionen Euro investiert, wertete Glawe als wichtiges Signal. Die Stimmung in der Wirtschaft des Landes sei gut, so dass ihn auch die zuletzt eingetrübten Konjunkturerwartungen für 2012 nicht beunruhigten. "Die positive Entwicklung wird anhalten. 1 bis 1,2 Prozent Wachstum müssten drin sein", gab sich Glawe zuversichtlich.

Im Jahr 2011 war das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent gewachsen. Die Steigerung sei damit zwar geringer gewesen als der Bundesdurchschnitt mit 3,0 Prozent. Doch sei die Wirtschaft im Nordosten in den Krisenjahren 2009/2010 auch nicht so stark abgesackt. "Ich bin mit der Bilanz sehr zufrieden, auch weil sich auf dem Arbeitsmarkt etwas bewegt hat. Seit Amtsantritt der SPD/CDU-Regierung 2006 hat sich die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze von 622 000 auf 644 000 erhöht. Außerdem haben wir heute 73 300 Arbeitslose weniger als damals", so Glawe.

Dennoch suchten Ende Juli 2012 rund 95 000 Menschen im Land einen Job. Glawe räumte ein, dass der Arbeitskräftezuwachs in Boombranchen wie der Ernährungsgüter- oder Automobilzulieferindustrie von 2300 Stellen durch Entlassungen im Schiffbau wieder zunichtegemacht wurde.

Der Minister äußerte die Hoffnung, dass vor allem mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien neue Arbeitsplätze entstehen und auch die Ernährungsgüterbranche und andere Industriezweige weiter wachsen. "Man weiß inzwischen, dass wir eine erstklassige Infrastruktur haben, und Standorte an der Kaikante sind sehr begehrt", sagte Glawe. Das Land könne zudem Investitionen pro Jahr mit rund 300 Millionen Euro fördern.

Am Montag war bekannt geworden, dass das Verarbeitende Gewerbe und der Bergbau im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zugelegt hatten. Nach deutlichen Umsatzzuwächsen in den ersten Monaten des Jahres wies die Statistik für Mai und Juni aber wieder ein Minus aus.

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