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Breitband-Versorgung in MV : „Wir wollen so viele Bundesmittel wie möglich“

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

MV bewirbt sich mit 24 Projekten für Breitband-Programm der Bundesregierung / 3,2 Milliarden Euro Fördermittel werden vergeben

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 21:00 Uhr

In Sachen Breitband-Versorgung ziehen das Land und die Kommunen an einem Strang. Vor allem wenn es darum geht, vom 3,2 Milliarden schweren Fördermitteltopf der Bundesregierung etwas abzubekommen.

Anfang vergangener Woche war die Frist für die erste Ausschreibungsrunde abgelaufen. MV hat sich mit insgesamt 24 Projekten aus 211 Kommunen – Zusammenschlüsse waren nötig – daran beteiligt. Energieminister Pegel bekräftigte gestern, wie hoch dieser Wert ist: „Unseren Informationen nach wurden bundesweit nur etwa 60 bis 80 Projekte eingereicht. Damit ist MV deutlich überproportional vertreten.“ Darum rechnet man sich gute Chancen auf Investitionen aus, wie Ministerpräsident Erwin Sellering betonte. „Bei solchen Projekten muss man schnell sein. Das waren wir dank der guten Zusammenarbeit von Landesregierung, Kreisen und Kommunen.“

Mit dem Förderprogramm sollen bis 2018 bundesweit etwa 3,2 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur investiert werden. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Internetversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.

Derzeit seien in ganz MV nur etwa 50 Prozent der Haushalte mit dieser Geschwindigkeit versorgt. „Bundesweit sind wir damit aber nicht das Schlusslicht“, sagte Pegel. Besondere Sorge würde der ländliche Raum bereiten, in dem die Versorgung mit schnellem Internet bisher bei nur knapp 15 Prozent liege. „Wenn wir es schaffen, dass alle eingereichten Projekte gefördert werden, könnten wir in ganz MV eine Versorgungsdichte von fast 61 Prozent und im ländlichen Raum sogar von 70 Prozent erreichen“, so Sellering. „Aber dafür müssen wir kämpfen.“ So wird MV auch in den nächsten Ausschreibungsrunden neue Projekte einreichen, um die Infrastruktur des Landes zu verbessern. Neben dem Bundesprojekt läuft gleichzeitig auch ein Projekt der Landesförderung. So sollen weitere strukturschwache Regionen bis 2018 mit 63,7 Millionen Euro gefördert werden, „damit die weißen Flecken auf der Internet-Landkarte bald verschwinden“, so Sellering.

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