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Schweriner SC : „Wir sind nicht untergegangen"

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Trotz der 1:3-Niederlage zum Champions-League-Auftakt gegen Eczacibasi Istanbul zeigte sich keine der Volleyballerinnen beim Schweriner SC zu sehr enttäuscht.

svz.de von
erstellt am 30.Nov.2011 | 07:28 Uhr

Schwerin | "Ich war vorher schon ein bisschen aufgeregter als sonst. Es ist ja auch nicht unsere Halle. Und dann stehen dir da Leute gegenüber, die du nicht kennst so wie die meisten aus der Bundesliga. Aber das finde ich gut. Das ist halt Europapokal", sagte am Dienstagabend nach dem ersten Champions-League-Auftritt der Schweriner Volleyballerinnen seit zehn Jahren Zuspielerin Denise Hanke. Zuvor hatten sie und ihr Team nach einer ansprechenden Leistung vor 1813 Zuschauern in der Sport- und Kongresshalle gegen den Favoriten Eczacibasi VitrA Istanbul mit 1:3 (18, -14, -22, -20) verloren.

"Ich denke, wir haben uns ganz gut aus der Affäre gezogen. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen. Vielleicht hat uns Istanbul im ersten Satz ein bisschen unterschätzt. Aber wir haben nach dem schlechten zweiten Satz doch wieder ins Spiel gefunden, sind nicht untergegangen", so Denise Hanke weiter. In der Tat kämpften die SSC-Damen nach der desolaten Leistung in Satz zwei wieder. Nur der Lohn für das aufopferungsvolle Dagegenstemmen blieb aus.

Zum einen weil sich die Schwerinerinnen immer wieder selbst im Wege standen. Hatten sie sich an den Favoriten herangekämpft, kamen zu einfache Fehler hinzu. Anstatt im Angriff durchzuziehen, versuchten es Mira Topic & Co. mit einem Heber, der zumeist gefundenes Fressen für die Gäste-Abwehr war. Und zum anderen hat Istanbul Top-Angreiferinnen wie die türkische Nationalspielerin Neslihan Darnel auf Außen oder die Kubanerin Mirka Francia auf Diagonal in seinen Reihen. Allein Darnel, die im ersten Satz noch nicht auf Betriebstemperatur war, machte als beste Angreiferin ihres Teams 30 Punkte. Auf Seiten des SSC war Mira Topic mit 13 Punkten die Beste. Zudem steigerten sich die Gäste im Aufschlag, machten mit zunehmender Spieldauer mehr Druck, sodass die Schweriner Annahme wackelte. Und noch einen Unterschied gab es zwischen den beiden Kontrahenten: den Block. Sechs Zählern auf SSC-Seite stehen 13 bei Istanbul gegenüber.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Uns fehlte in einzelnen Phasen die Erfahrung, um ein bisschen taktisch cleverer zu agieren. Wir haben alles versucht, aber das ist noch nicht unser Niveau", so SSC-Trainer Teun Buijs. Er stellte gar noch im vierten Satz um. Hatte schon frühzeitig für Julia Retzlaff auf Außen Anne Buijs und auf Diagonal Krystle Esdelle für Patricia Thormann gebracht. Letztere schickte er dann in Satz vier im Mittelblock (jahrelang auf dieser Position eingesetzt) aufs Feld. Doch es sollte alles nicht mehr helfen. Istanbul war halt abgezockter gegen die sich tapfer wehrenden Gastgeberinnen. Doch unzufrieden war letztendlich keiner so wirklich nach der Niederlage. "Für uns geht es darum, von Spiel zu Spiel besser zu werden, ein hohes Niveau zu erreichen. Im Vergleich zur Partie gegen Vilsbiburg haben wir uns gesteigert", so der Trainer, der sich ab heute mit seinem Team auf das Bundesliga-Duell am Samstag bei Aurubis Hamburg vorbereitet, bevor am Dienstag der nächste Champions-League-Kracher beim italienischen Vize MC-Carnaghi Villa Cortese ansteht.

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