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"Jugend im Landtag“ : „Wir knacken das Schloss“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vier Tage lang debattieren die Teilnehmer von „Jugend im Landtag“ mit Politikern / Letzte Forderung abgewiesen

Verjüngungskur für den Landtag von MV: Rund 70 Jugendliche im Alter von 13 bis 25 Jahren stellen seit gestern die Abgeordneten des Schweriner Parlaments auf die Probe. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider und Sozialministerin Birgit Hesse (beide SPD) begrüßten die Teilnehmer zu der viertägigen Veranstaltung „Jugend im Landtag“.

Zum Auftakt imitierten die Jugendlichen in einem Planspiel eine Landtagsdebatte – fiktive Fraktionen und Lobbyverbände inklusive. Workshops zu Themen wie Migration, Bildung und Landwirtschaft sowie ein Improvisations-Theater sollten folgen. Auch eine Grillparty mit den Abgeordneten ist geplant.

„Jugend im Landtag ist echter politischer Dialog im Sinne der Partizipation junger Menschen und somit ehrenamtliche Lobbyarbeit in eigener Sache“, sagte Bretschneider vor dem Start. Die Veranstaltung unter dem Motto „Wir knacken das Schloss“ ist die neunte Auflage seit dem Jahr 2000. Andreas Beck, der das Projekt für den Landesjugendring begleitet, wünschte sich, dass die Jugendlichen von den Politikern konkrete Absprachen einfordern. Diese sollten sie dann später überprüfen. Eine der vorbereiteten Teilnehmerfragen lautete: „Wieso sitzt das Geld fürs Bauen und für Wirtschaftsförderung viel lockerer als für kulturelle Einrichtungen wie Theater?“

„Wir werden wieder harte Nüsse zu knacken haben“, hatte Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp (CDU) im Vorfeld gesagt. „Anders als in der Politik bringen die Jugendlichen oft auch überraschende Argumente vor.“ Inhaltliche Tabus gebe es nicht. Mindestens 22 der 72 Abgeordneten beteiligen sich an dem Austausch. Bei der letzten Auflage vor zwei Jahren wurde vor allem über eine Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre diskutiert. Dieses Thema stehe diesmal zwar nicht im Mittelpunkt, sagte Mit-Organisator Beck. „Aber viele Teilnehmer von damals sind erneut dabei und wollen sicher wissen, warum aus ihrer Forderung nichts geworden ist.“ Der Landtag hatte eine Änderung des Wahlrechts im März abgelehnt.


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