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„Alarm für Cobra 11“-Dreh in Laage : "Wir haben noch nie mit so viel PS gedreht"

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„Alarm für Cobra 11“ abseits der Autobahn: Wenn heute der Auftakt der 20. Staffel mit Erdogan Atalay und Tom Beck ausgestrahlt wird, sind auch Eurofighter in Laage zu sehen. Der Fliegerhorst war Drehort der TV-Serie.

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erstellt am 07.Mär.2012 | 07:38 Uhr

Rostock | Wilde Verfolgungsjagden, Massenkarambolagen, Schusswechsel - für Action auf der Autobahn ist die TV-Serie "Alarm für Cobra 11" bekannt. In der Auftaktfolge zur 20. Staffel, die RTL heute Abend ausstrahlt, gehen die Autobahncops jedoch in die Luft: Sie ermitteln beim Eurofighter-Geschwader der Luftwaffe. Einer der Hauptdrehorte: der Fliegerhorst Laage bei Rostock. Hier hatte das Serien-Team im Juni 2011 eine Woche lang mit Unterstützung der Bundeswehr während des Flugbetriebs gefilmt.

Eine ungewohnte Situation für beide Seiten, wie sich Redaktionsfeldwebel Alfons Hütten vom Jagdgeschwader 73 in Laage erinnert: "Der organisatorische Aufwand war enorm, aber es war auch ein spannendes Erlebnis." Der Flugbetrieb sei normal weitergelaufen, während Starts und Landungen von Eurofightern, Stunt-Szenen und Schusswechsel gefilmt worden seien. "Kein Flugzeug ist extra gestartet", betont Hütten. Das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" ist der zentrale Ausbildungsverband der Luftwaffe für Eurofighter-Piloten.

Für die Aufnahmen war die Firma "action concept" mit einer 80-köpfigen Crew angereist. Mittendrin: die Hauptdarsteller Erdogan Atalay (Semir Gerkan) und Tom Beck (Ben Jäger). "Die Dreharbeiten waren super, ich habe mich direkt in meine eigene Bundeswehrzeit zurückversetzt gefühlt", erzählt Tom Beck. Die größte Herausforderung sei gewesen, gegen die startenden und landenden Eurofighter anzubrüllen. "Es war beeindruckend zu sehen, wie straff und gut durchorganisiert das Filmteam gearbeitet hat", zollt Hütten der Disziplin am Set Respekt.

Die Film-Crew zeigte sich wiederum vom Entgegenkommen der Bundeswehr beeindruckt, wie Elke Schubert von "action concept" sagt. "Die Leute vor Ort waren unglaublich kooperativ, sehr interessiert und standen den Dreharbeiten positiv gegenüber." Einige Soldaten würden auch als Komparsen in der Folge mitspielen. Ganz ohne Einschränkungen ging es allerdings nicht. So habe das Team auf der Luftwaffenbasis auf Handys verzichten müssen, erzählt Elke Schubert. "Das war sehr ungewohnt." Bis der Dreh bei der Bundeswehr in die Tat umgesetzt werden konnte, seien eineinhalb Jahre vergangen. Das Warten habe sich jedoch gelohnt. "Wir haben noch nie mit so viel PS gedreht", sagt Elke Schubert.

Nach Angaben von RTL ist die Episode "Überschall" die bislang spektakulärste der Action-Serie, die seit mehr als 15 Jahren im Fernsehen läuft. Für die Folge "landet" auch ein originalgetreuer, mehr als 15 Meter langer Nachbau des Eurofighters, den der Hersteller zur Verfügung gestellt hat, auf der Filmautobahn bei Köln.

Denn das ist die Handlung: Nach der Explosion eines Triebwerks muss ein Eurofighter der Luftwaffe auf der Autobahn notlanden. Zunächst sieht alles danach aus, als sei die junge Pilotin Charlie Wolf (Sarah Maria Besgen) Schuld an dem Zwischenfall. Doch für Ben und Semir steht bald fest: Irgendjemand auf dem Luftwaffenstützpunkt handelt mit gefälschten Eurofighterersatzteilen und geht dabei über Leichen, um sein lukratives Geschäft zu schützen...

Auch wenn Alfons Hütten die Folge schon kennt, weil eine kleine Delegation aus Laage zu einer Vorführung des Pilotfilms nach Berlin eingeladen worden war, will er sich heute um 20.15 Uhr noch einmal vor den Fernseher setzen. Die Darstellung des Flugbetriebs sei "bildmäßig sehr gut umgesetzt", lobt er. Ein gemeinsames Schauen mit den Soldaten sei aber nicht geplant, da Spätflugbetrieb auf dem Plan stehe. Wer keine Zeit habe, werde es wohl aufnehmen oder im Internet sehen, meint Hütten. Die meisten Soldaten würden die Serie gut kennen, so Elke Schubert. Sie laufe auch im Bundeswehr-Fernsehen.

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