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SV Post Schwerin : „Wir geben nochmal alles!“

vom

Die Begegnung von SV Post Schwerin gegen den SV Henstedt-Ulzburg ab 19.30 Uhr ist der letzte Auftritt vor eigenem Publikum, bevor sich die Fans vorerst von der Bundesliga verabschieden müssen.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2012 | 12:22 Uhr

Schwerin | Für die Zweitliga-Handballer des SV Post Schwerin geht es bereits auf die Zielgerade, obwohl die Saison 2012/13 gerade einmal sieben Wochen alt ist. Insofern ist die Begegnung der Post-Handballer gegen den Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg ab 19.30 Uhr zumindest der letzte Auftritt vor eigenem Publikum, bevor sich die Fans des Mecklenburger Traditionsvereins vorerst von der Bundesligakost verabschieden müssen.

Für Post-Trainer Christian Prokop ist es in den letzten Wochen alles andere als einfach, sein Team immer wieder aufs Neue zu motivieren. "Wir wissen, dass wir sportlich keine Chance mehr haben und müssen uns trotzdem immer so teuer wie möglich verkaufen. Das ist insbesondere mit dem verbliebenen kleinen Kader sehr schwer, weil wir so gut wie keine Alternativen zum Wechseln haben", stellt Prokop fest. Um überhaupt über die Runden zu kommen, hat der Post-Coach den Trainingsumfang deutlich reduziert. Zudem erkennt Prokop bei seinen Aktiven zunehmend einen psychischen Verschleiß.

"Ein Insolvenzverfahren im Sport ist nicht vergleichbar mit einem produzierenden Betrieb. Ich kann nicht einfach die Maschinen an- und abschalten. Und wenn bei einem Spieler im Kopf nicht alles klar ist, ist eben keine Höchstleistung möglich. Wir werden aber gegen Henstedt-Ulzburg noch einmal alles geben, um uns mit einem Erfolgserlebnis verabschieden zu können", verspricht Prokop.

Aufmerksam verfolgen Trainer und Spieler, dass derzeit einiges getan wird, um den Schweriner Männerhandball ab der Saison 2013/14 wieder eine Zukunft einräumen zu können. "Alle Aktivitäten sind gut, kommen für meine Mannschaft aber zu spät. Auch mein Zukunftsprojekt vom Aufbau einer jungen Mannschaft ist gescheitert, das tut weh. Ich möchte gern in der Bundesliga bleiben, werde aber bewusst keinen Schnellschuss bei der Jobsuche betreiben", sagte Prokop über seine persönlichen Planungen. Den Schweriner Verantwortlichen wünscht er für die Übergangszeit ein glückliches Händchen. Noch ist nicht klar, wer sich von den verbleibenden Spielern dem Mecklenburger HC anschließen wird. Die zwei Klassen tiefer in der Oberliga Ostsee-Spree spielende zweite Mannschaft könnte zwischenzeitlich zum Sammelbecken werden. Daraus sollte sich dann eine für das Spieljahr 2013/14 spielfähige Mannschaft rekrutieren, die in der 3. Liga einen Neuaufbau wagen darf.

Doch der liegt noch in weiter Ferne. Heute Abend heißt es für die Post-Handballer noch einmal, auf die Zähne zu beißen. Hoffentlich werden die Mannen um Kapitän Stephan Riediger dabei von zahlreichen Anhängern unterstützt. Diese Bekundung wäre gleichzeitig ein Bekenntnis zur Umstrukturierung des Schweriner Handballs.

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