Hoffen auf baldigen Frühling : Winter sorgt für Baustopp im Land

<strong>Auf den Baustellen</strong> in  MV ruht die Arbeit. <foto>dpa</foto>
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Auf den Baustellen in MV ruht die Arbeit. dpa

Der lange Winter bringt die Bauwirtschaft im Land finanziell an ihre Grenzen. Laut Hauptgeschäftsführer des Landes-Bauverbandes konnten viele Arbeiten aus dem vergangenen Jahr noch nicht beendet werden.

svz.de von
24. März 2013, 07:39 Uhr

Schwerin | Der lange Winter bringt die Bauwirtschaft im Land finanziell an ihre Grenzen. Laut Hauptgeschäftsführer des Landes-Bauverbandes, Jörg Schnell, konnten viele Arbeiten, die im letzten Quartal 2012 begonnen wurden oder fast fertig waren, noch nicht beendet werden. "Die Betriebe konnten keine Schlussrechnungen schreiben und haben noch kein Geld für schon geleistete Arbeit bekommen", so Schnell. Bis auf den Innenausbau in Gebäuden, die schon Fenster und Heizung haben, ruhten seit dem Frosteinbruch Anfang Dezember alle Arbeiten.

Betroffen seien alle rund 400 Mitgliedsbetriebe, besonders aber der Straßen- und der Rohbau. Straßenbauarbeiten sind vereinzelt im Gange. "Man kann buddeln, aber man kann keine Asphaltdecke aufbringen", erläuterte der Geschäftsführer. So komme es auf allen Baustellen zu Verzögerungen.

Schnell hofft, dass die Betriebe gleich nach Ostern loslegen können, denn am 31. März laufe das Saisonarbeitergeld aus. Die Unterstützung von der Arbeitsagentur bewahre die Betriebe davor, ihre Arbeitskräfte im Winter entlassen zu müssen. Zuvor müssten die Bauarbeiter aber die Ansparstunden vom Sommer abgebummelt haben. Das sei in den meisten Betrieben längst der Fall. Wenn die Unternehmen Anfang April die begonnenen Vorhaben beenden, dauere es voraussichtlich noch bis Ende Mai, bis sie Geld bekommen. Bis dahin müsse alles vorfinanziert werden. Dass der lange Winter Betriebe in die Insolvenz treibe, befürchte er aber nicht.

Im vorigen Jahr kam die Bauwirtschaft Schnell zufolge mit einem blauen Auge davon. Im Vergleich zu 2011 sei ein Umsatzplus von 1,8 Prozent erwirtschaftet worden. Das ging vor allem auf den Wohnungsbau zurück, der gegenüber 2011 um 23,2 Prozent zulegte.

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