Rekord-Auftragseingang : Windkraftanlagenbauer Nordex will zulegen

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Der Windkraftanlagenbauer Nordex will dank eines gestiegenen Auftragsbestands im laufenden Geschäftsjahr zulegen. Das Hamburger Unternehmen erwartet ein Umsatzvolumen von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro.

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25. März 2013, 07:07 Uhr

Der Windkraftanlagenbauer Nordex will dank eines gestiegenen Auftragsbestands im laufenden Geschäftsjahr zulegen. Das Hamburger Unternehmen erwartet ein Umsatzvolumen von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro, wie der Vorstand heute in Frankfurt am Main mitteilte - nach einem Umsatzsprung von 17 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro im Jahr 2012. Beim Neugeschäft geht Nordex von einer weitgehend stabilen Entwicklung mit einem Volumen von etwa 1,2 Milliarden Euro aus. Beim Wachstum setzt das Unternehmen auf sinkende Kosten und neue Produkte.

Nach roten Zahlen im vergangenen Jahr plant Nordex für 2013 wieder mit einem Gewinn und strebt eine EBIT-Marge in Höhe von 2 bis 3 Prozent an. Beim prognostizierten Umsatz würde das ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 24 bis 39 Millionen Euro bedeuten. Unter dem Strich hatte der Konzern 2012 noch 94,4 Millionen Euro Verlust gemacht.

Hauptgrund waren Einschnitte in den Werken in China und den USA, wo die Geschäfte seit langem schlecht laufen. Das Unternehmen hatte Ende 2012 seine Rotorblattproduktion in China eingestellt, 130 Stellen fielen dort weg. Konsequenzen aus einer rückläufigen Auslastung wurden auch in den USA gezogen, was in Summe das Ergebnis mit 75,1 Millionen Euro belastete.

Insgesamt erzielte Nordex im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekord-Auftragseingang von knapp 1,3 Milliarden Euro - 94 Prozent davon stammten aus Europa und dem neuen Wachstumsmarkt Südafrika. Damit setzte sich der Konzern dank neu entwickelter Anlagen vom Abwärtstrend der Branche ab.

Nordex setzt auf weitere Kostensenkungsmaßnahmen. "Allein im Jahr 2012 haben wir unsere Fertigungsstunden für eine komplette Turbine um 26 Prozent reduziert", erklärte Vorstandschef Jürgen Zeschky. "Durch derartige Erfolge ist die Wertschöpfung pro Mitarbeiter um etwa 10 Prozent gestiegen."

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