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Werke von 72 Künstlern aus acht Bundesländern : Wiligrad präsentiert Vielfalt der Kunst

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Was ist das Beeindruckenste an der Kunstbörse auf Schloss Wiligrad? Dorle Walther muss nicht lange überlegen, um eine Antwort zu finden. "Die Vielfalt", sagt die Schwerinerin voller Überzeugung.

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erstellt am 21.Nov.2011 | 11:16 Uhr

Wiligrad | Was ist das Beeindruckenste an der Kunstbörse auf Schloss Wiligrad? Dorle Walther muss nicht lange überlegen, um eine Antwort zu finden. "Die Vielfalt", sagt die Schwerinerin voller Überzeugung. Ob nun Bilder und Grafiken, Raum und auch Nischen füllende Skulpturen, Keramik, Schmuck und Textilien - auch die 21. Auflage dieser vorweihnachtlichen Verkaufsausstellung auf Schloss Wiligrad lässt Freunde aller Genres wieder fündig werden. Jedes einzelne Kunstwerk ist dabei nicht nur Schau- sondern auch Kauf objekt. Eine Holzfigur von Jan Jastram und Keramiken von Jutta Albert sind so schon vor einiger Zeit aus der Galerie von Schloss Wiligrad in das Wohnzimmer von Familie Walther gelangt. Ob in diesem Jahr wieder ein Geschenk der besonderes Art unter dem Weihnachtsbaum liegt, darüber wollten sich Dorle und Manfred Walther beim Besuch der Ausstellungseröffnung am Sonnabend nicht äußern. "Wir schauen uns in Ruhe um und erfreuen uns an allen Kunstwerken", betont Manfred Walther, langjähriges Mitglied im Kunstverein und gemeinsam mit seiner Frau Gast bei fast jeder Ausstellung in den zurückliegenden 20 Jahren.

Klaus J. Albert vom Vereinsvorstand konnte es am Sonnabend kaum fassen, dass es bereits 20 Jahre her ist, dass er die erste Kunstbörse auf Schloss Wiligrad eröffnen durfte. Nun gibt es bereits die 21. Auflage dieser Exposition, in keinem Jahr durfte sie fehlen. Künstler aus der gesamten Bundesrepublik bewerben sich, um dort dabei zu sein. "Werke von 72 Kollegen aus acht Bundesländern sind es dieses Mal", erläutert Albert. Dass es nicht mehr sind, liegt einfach an den Räumen. Denn der Platz ist begrenzt. Und gerade bei der Kunstbörse ist es besonders schwer, aus der Vielzahl und der Vielfalt der Werke eine Ausstellung zu machen. Allein 350 Bilder und Plastiken sind zu sehen. Hinzu kommen Schmuckstücke, Keramik- und Glasgegenstände und noch mehr. Zwei Wochen hat allein der Aufbau in Anspruch genommen. Und das alles in dem Wissen, dass die Schau schon morgen ganz anders aussehen kann. Denn wenn ein Kunstfreund ein Werk erwirbt und gleich mitnehmen will, muss in der Ausstellung nicht einfach für Ersatz gesorgt werden: Die Exposition wird punktuell neu gestaltet.

Diese vielen Besonderheiten bei der Wiligrader Kunstbörse haben sich längst über die Region hinaus herumgesprochen. Sie lockt daher immer Gäste von nah und fern an, ist in der Jahresübersicht die Exposition mit den meisten Zuschauern. Darauf hofft Klaus J. Albert auch dieses Mal. 2011 war dabei schon bislang ein sehr erfolgreiches Ausstellungsjahr in Wiligrad. Schließlich beging der Kunstverein sein 20-jähriges Bestehen. Und zum Jubiläum gab es gleich mehrere hochkarätige Ausstellungen (SVZ berichtete). Albert will keine davon hervorheben. Aber er freut sich, dass bislang schon mehr als 5000 zahlende Gäste in der Galerie des Schlosses begrüßt werden konnten. Albert: "Ein gutes Resultat auch bei der Kunstbörse ermöglicht es uns, unsere Arbeit im kommenden Jahr fortzuführen." Sechs Ausstellungen und zum Abschluss wieder die Kunstbörse sind für 2012 vorgesehen.

Neu ist allerdings, dass es nicht gleich Anfang Januar etwas Neues auf Wiligrad zu betrachten gibt: Die Kunstbörse wird erstmals nicht vor dem Weihnachtsfest abgebaut. Die 21. Auflage dieser besonderen Schau ist bis zum 18. Dezember sowie vom 3. bis 8. Januar dienstags bis sonnabends jeweils von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. "Damit haben wir auf den Wunsch viele Kunstfreunde reagiert, die vor Weihnachten keine Zeit für einen Ausstellungsbesuch finden bzw. sich nach dem Trubel zum Jahreswechsel nochmals in Ruhe die Exposition zu Gemüte führen wollen", erläutert Klaus J. Albert.

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