Krisentreffen : Wildfleisch: Branche sucht neue Absatzwege

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23. Januar 2018, 11:45 Uhr

Krisentreffen der Wildfleischhändler: Die Branche sucht gemeinsam mit Jägern und dem Land nach neuen Absatzwegen. Nach der verstärkten Jagd auf Schwarzwild zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ist der Wildfleischmarkt nach Angaben der Händler stark unter Druck geraten. Einige Verarbeiter könnten das Fleisch nur noch schwer absetzen, da große Handelsketten kaum heimisches Fleisch abnehmen würden. Stattdessen würden große Mengen Importfleisch aus den USA, Australien aber auch Osteuropa die Vermarktung von heimischem Fleisch deutlich erschweren, kritisierte Rainer Pirzkall vom Landesjagdverband MV im Vorfeld des Treffens: „Das ist ein Irrsinn.“ Einige Händler würden den Jägern kaum noch Wild abnehmen – wenn doch, dann zu Niedrigpreisen. Bei dem Treffen wolle die Branche daher nach neuen Wegen suchen, den Vermarktungsstau aufzulösen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Dabei ist heimisches Wildbret bei Kunden in MV durchaus nachgefragt. Allerdings sind Verbrauchern entsprechende Verkaufsstellen kaum bekannt. Wildfleisch wird in MV unter anderem in den Forstämtern der Landesforstanstalt angeboten. Zudem verkaufen knapp 20 Direktvermarkter Wildbret. Der Landesjagdverband bietet dazu eine entsprechende Marktübersicht.

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