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"Force Attack" sucht neuen Standort : Wieder Wirbel um Punk-Festival

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Die Veranstalter des Punk-Festivals "Force Attack" sind wieder auf der Suche nach einem neuen Standort. Die Stadt Stavenhagen hat den Punkern verboten, sich Ende Juli wieder dort zu treffen.

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erstellt am 14.Jun.2013 | 07:20 Uhr

Stavenhagen | Die Veranstalter des umstrittenen Punk-Festivals "Force Attack" sind wieder auf der Suche nach einem neuen Standort für ihr Musiktreffen. Das teilte Veranstalter Imre Sonnevend gestern mit. Die Stadt Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) hatte den Punkern zuvor verboten, sich wie angekündigt Ende Juli 2013 wieder in der Kleinstadt zu treffen. Als Gründe wurden fehlende Flächen für die Veranstaltung und ein fehlendes Sicherheitskonzept genannt.

Das Punk-Festival hatte zuvor jahrelang in Klingendorf bei Rostock stattgefunden, war dort 2012 aber ebenfalls aus Sicherheitsgründen nicht mehr genehmigt worden. Die Punker suchten nach finanziellen Problemen lange nach einem Alternativstandort. Als sie 2012 überraschend Stavenhagen anvisierten, hatte ein Großaufgebot der Polizei das Treffen von rund 2000 Punkern abgesichert. Schon damals wollte die Stadt das Festival nicht, es war aber in letzter Minute doch noch genehmigt worden.

Die Stadt begründete ihre Ablehnung diesmal unter anderem damit, dass es 2012 auch zu Alkoholexzessen, Sachbeschädigungen und Prügeleien gekommen sei. Sonnevend wies das zurück: Die Besucher seien 2012 friedlich, die Stimmung hervorragend gewesen. Einkaufsmärkte hätten an einem Wochenende den Umsatz eines Monats gemacht, viele Bewohner von Stavenhagen seien zufrieden mit den "bunten" Gästen gewesen.

Die Punker waren verärgert. Schon seit Jahren fehle in Stavenhagen jegliche Jugendarbeit, Bands seien aus ihren Proberäumen vertrieben worden. Man wolle sich nun nach einem neuen Gelände umsehen, in dessen Umgebung weniger Dummheit, Engstirnigkeit und Boshaftigkeit vorherrschten.

Diese Darstellung wies die Stadt zurück: Es habe an vielem gefehlt, unter anderem an Sanitäranlagen. "Angenehm war das im letzten Jahr nicht", sagte ein Sprecher.

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