Bansin auf Usedom : Wieder Bade-Toter an der Ostsee

Die Reihe tragisch endender Strandbesuche reißt nicht ab.

svz.de von
30. Juli 2014, 20:30 Uhr

Die Reihe tragisch endender Strandbesuche reißt nicht ab. Gestern nachmittag wurde bei Bansin auf Usedom ein 57 Jahre alter Urlauber aus Thüringen leblos aus dem Wasser geborgen. Zuvor hatte ihn seine Frau als vermisst gemeldet. Wiederbelebungsversuche scheiterten. Was zum Tod des Mannes führte, war am Abend noch unklar.

Laut Wasserschutzpolizei kamen in Mecklenburg-Vorpommern in dieser Saison damit elf Menschen beim Baden ums Leben.

Unter den Opfern war nur eine Frau, die ebenso wie fünf Männer und ein Junge ertrunken ist. Drei andere Männer im Alter von 60, 62 und 87 Jahren seien beim Baden eines natürlichen Todes gestorben, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei, Hartmut Richter, gestern in Rostock.

Die Gesamtzahl der Todesfälle kann aber noch höher liegen, weil die Wasserschutzpolizei Sportbootunfälle noch extra erfasst und nicht alle Unfälle am und im Wasser von der Behörde registriert werden. 

Gestern war ein weiterer Fall bekannt geworden, bei dem ein 59 Jahre alter Segler im Stettiner Haff bei Mönkebude (Kreis Vorpommern-Greifswald) ertrunken ist. Sein Leichnam wurde unweit seines Segelbootes entdeckt. Er war am Dienstag mit dem Boot losgefahren und in Badebekleidung offenbar vom Boot aus ins Wasser gestiegen.

Am 25. Juli war ein 74-jähriger aus Parchim tot aus dem Kritzower See bei Schlemmin (Kreis Ludwigslust-Parchim) geborgen worden. Als Todesursache gilt inzwischen Ertrinken, sagte eine Polizeisprecherin in Ludwigslust. Der Mann habe noch um Hilfe gerufen, sei aber untergegangen, bevor Retter ihm helfen konnten. Die Ermittlungen seien beendet. Die anderen von der Wasserschutzpolizei registrierten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich laut Richter im Juni bei Dierhagen (Kreis Vorpommern-Rügen) sowie im Juli in Ückeritz auf Usedom, bei Sellin und Prora auf Rügen, vor Hiddensee, in Graal-Müritz und Feldberg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Hauptunfallursache bei den bisherigen Todesfällen war nach Meinung Richters die Überschätzung des eigenen Leistungsvermögens.

Die Zahl der Badetoten sei im Vergleich zu den Vorjahren nicht überdurchschnittlich hoch, sagte Richter. Im Vorjahr seien 21 Menschen bei Badeunfällen im Nordosten ums Leben gekommen.


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