Ausliefertermin für Fähren entschieden : Wichtige Schritte zur Rettung der P+S-Werften

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Gute Nachrichten für die Schiffbauer der angeschlagenen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast: Zulieferer der Schiffbaubetriebe haben sich bereit erklärt, 20 Millionen Euro Eigenkapital in die Werften einzubringen.

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26. Juni 2012, 10:07 Uhr

Schwerin | Gute Nachrichten für die Schiffbauer der angeschlagenen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast: Zulieferer der beiden Schiffbaubetriebe haben sich schriftlich bereiterklärt, in den nächsten vier Jahren mindestens 20 Millionen Euro Eigenkapital in die Werften einzubringen. Das war eine der Bedingung für staatliche Hilfen.

Zudem haben sich die Fährreederei Scandlines und die P+S-Werft in Stralsund auf Auslieferungstermine für die zwei im Bau befindlichen Großfähren geeinigt. Demnach soll das erste Schiff, die "Berlin", Anfang September ausgeliefert werden. Die "Copenhagen" soll Mitte November folgen, sagte Scandlines-Geschäftsführer Sören Poulsgaard Jensen der Nachrichtenagentur dpa. Diese Vereinbarungen seien am Montag getroffen worden. Nach einer Erprobungszeit hoffe er, dass die "Berlin" am 1. Oktober für den regulären Betrieb zur Verfügung steht. Ursprünglich sollte die "Berlin" bereits im März 2012 getauft werden. Technische Probleme hatten die Fertigstellung der je 169 Meter langen Fähren verzögert. Dies hatte P+S finanziell ins Schleudern gebracht. Die Landesregierung half bereits mit mehreren Bürgschaften für Überbrückungskredite aus.

Zuletzt hatte das Kabinett in Schwerin vorige Woche einem Rettungsbeihilfedarlehen von bis zu 152,4 Millionen Euro zugestimmt. Mit dem Geld soll die Zeit überbrückt werden, bis der Sanierungsplan vorliegt und von der EU genehmigt ist. Dies kann nach früheren Angaben ein halbes Jahr dauern.

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