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Zweiter Windpark vor Rügen : Wichtige Genehmigungshürde genommen

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Ein zweiter Windpark im Küstenmeer MVs hat die erste Genehmigungshürde genommen. Für „Arcadis Ost 1“ hat das Energieministerium das Raumordnungsverfahren abgeschlossen. 58 Windräder sollen errichtet werden.

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erstellt am 07.Feb.2013 | 07:45 Uhr

Schwerin | Das Raumordnungsverfahren für den Offshore-Windpark "Arcadis Ost 1" vor Rügen ist abgeschlossen. Der Windpark mit einer Gesamtfläche von rund 30 Quadratkilometern soll etwa 19 Kilometer nordöstlich von Kap Arkona und 24 Kilometer nordöstlich vom Königsstuhl gebaut werden, teilte ein Sprecher des Energieministeriums gestern mit. 58 Windenergieanlagen mit je sechs Megawatt Nennleistung seien für den kommerziellen Betrieb vorgesehen. Investor ist die KNK Wind GmbH (Frankfurt/Main). Nach ihren Angaben werden die Anlagen etwa 100 Meter über den Wasserspiegel ragen. Der Rotordurchmesser werde zwischen 120 und 150 Metern liegen. Nach dem im Mai 2011 in Betrieb genommenen Windpark "Baltic 1" soll "Arcadis Ost 1" der zweite Windpark im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern werden. Der Windpark "Baltic 2" der Firma EnBW entsteht 32 Kilometer nördlich der Insel Rügen und damit außerhalb der als Küstenmeer bezeichneten 12 Seemeilen messenden und zum deutschen Staatsgebiet gehörenden Zone.

Der von "Arcadis Ost 1" erzeugte Strom soll mit einem 150 Kilovolt-Erdkabel über die Insel Rügen zum Umspannwerk Lüdershagen bei Stralsund abgeleitet werden. In dem Raumordnungsverfahren durch das Ministerium sei das genaue Areal des künftigen Windparks abgesteckt worden, erläuterte der Ministeriumssprecher. Das Verfahren sei Grundlage für die weiteren Schritte. Energieminister Volker Schlotmann (SPD) sagte: "Ich hoffe, dass der Investor zügig die erforderlichen Genehmigungen einholt und wie geplant Mitte 2016 mit dem Bau beginnt."

Der künftige Betreiber habe in Aussicht gestellt, neben der notwendigen naturschutzfachlichen Baubegleitung auch an einem Forschungsvorhaben zum Schutz der Schweinswale mitzuwirken.

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