Greifswald : Wespen-Attacke auf Kinder

Wespen greifen Menschen eigentlich nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen.
Wespen greifen Menschen eigentlich nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen.

30 Schüler in Greifswald verletzt - Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband rät bis November zur Vorsicht

svz.de von
11. September 2015, 21:00 Uhr

Ein aggressiver Wespenschwarm hat gestern Dutzende Grundschüler aus einer Schule in Tutow (Vorpommern-Greifswald) bei einem Waldspaziergang attackiert. Dabei seien rund 30 Kinder gestochen worden, von denen einige offenbar auch allergische Reaktionen zeigten, sagte eine Sprecherin der Rettungsleitstelle des Kreises Vorpommern-Greifswald.

Nach dem Notruf einer Betreuerin seien sämtliche Rettungswagen aus der Umgebung sowie der Greifswalder Rettungshubschrauber mit Notarzt an die Unglücksstelle beordert worden. Alle Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren wurden untersucht, akute lebensbedrohliche Symptome hätten sich bei keinem der gestochenen Kinder gezeigt. 13 Kinder wurden mit einem Bus und in Begleitung eines Notarztes vorsorglich zur Beobachtung in das Universitätsklinikum Greifswald gebracht. Nach kurzer Untersuchung wurden sie wieder entlassen, wie das Klinikum mitteilte.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich bereits vor drei Jahren. Damals waren ebenfalls 200 Grundschüler mit ihren Lehrern in einem Waldgebiet bei Röbel an der Müritz spazieren. Dabei stieß eine Gruppe auf einen Hornissenschwarm. Die Tiere griffen die Kinder und ihre Begleiter an, fügten ihnen zahlreiche Stiche zu. Mehr als 20 Verletzte mussten damals in die Krankenhäuser nach Waren und Neubrandenburg gebracht werden. Ernsthafte Verletzungen gab es auch hier glücklicherweise nicht.

Noch müssen Spaziergänger und Gartenbesitzer mit Bienen und Wespen rechnen. Erst mit Herbstbeginn sterben die Tiere nach und nach ab. Spätestens Anfang November, wenn es richtig kalt wird, ist es mit ihnen vorbei. Darauf weist der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband hin. Nur eine frisch geschlüpfte Jungkönigin überlebt, überwintert und gründet im Frühjahr eine neue Kolonie.

Der Naturschutzbund Deutschland rät, dann die Stellen, an denen sich Nester befinden, gut zu säubern. Denn die Königin sucht sich gerne einen Platz für ihr neues Zuhause, das noch nach Wespe riecht.

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