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LKA - Schwerin: Polnische und deutsche Banden unterwegs : Werkzeugklau treibt Firmen in den Bankrott

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Diebe haben es zunehmend auf Kettensägen, Bohrer, Schleifmaschinen und Werkzeugkoffer abgesehen. Das LKA in Schwerin rät, möglichst kein wertvolles Werkzeug nachts unbewacht in Transportern zu lassen.

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erstellt am 01.Nov.2013 | 12:06 Uhr

Schwerin | Diebe haben es zunehmend auf Kettensägen, Bohrer, Schleifmaschinen und Werkzeugkoffer abgesehen. Das Landeskriminalamt (LKA) in Schwerin rät, möglichst kein wertvolles Werkzeug nachts unbewacht in Transportern zu lassen. Nach Angaben der Behörde wurden im vergangenen Jahr 1559 Werkzeugdiebstähle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Das waren 36 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

"Der Trend hält in diesem Jahr leider weiter an", sagte LKA-Sprecher Michael Schuldt. So habe sich ersten Quartal 2013 Zahl aufgebrochener Firmen-Fahrzeuge verdreifacht. Inzwischen würden nicht mehr nur Transporter aufgebrochen, sondern Fahrzeuge mitsamt des Werkzeugs gestohlen. "Der jährliche Schaden geht in die Millionen", so LKA-Sprecher Schuldt. Selbst wenn die Versicherungen für den Verlust aufkommen sollten, können die Diebstähle existenzbedrohend sein, weil Aufträge nicht ausgeführt werden können und Arbeitsausfälle schwer auf die Betriebsbilanzen der zumeist kleinen Firmen lasten.

Auch in Werkstätten wird eingebrochen. So stahlen bislang unbekannte Täter vor kurzem zwei Tauchmotorpumpen im Gesamtwert von etwa 4000 Euro aus einer Greifswalder Firma. Zuvor durchtrennten sie einen Zaun, um auf das verschlossene Gelände zu gelangen und brachen eine Lagertür auf.

Ein Teil der Diebesbanden kommt aus Osteuropa. "Allerdings haben wir auch eine Reihe von Fällen mit regionalem Bezug und deutschen Tätern", meinte Schuldt.

Verstärkte Kontrollen an der Grenze und in den grenznahen Regionen brachten bereits Fahndungserfolge. Erst am Mittwoch vergangener Woche stoppte die Bundespolizei gegen 7.30 Uhr ein bereits auf der Fahndungsliste stehendes Firmenfahrzeug vom Typ Mercedes Sprinter auf der Autobahn 11 auf Höhe des ehemaligen Grenzübergangs Pomellen (Vorpommern-Greifswald).

Der Kleinlaster war in der Nacht im süddänischen Brorup gestohlen und von der dortigen Polizei zur Fahndung ausgeschrieben worden. Im Firmenwagen befand sich hochwertiges Werkzeug im Wert von 25000 Euro. "Der 22- jährige polnische Fahrzeugführer, der bisher noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten war, leistete bei der Festnahme keinen Widerstand", teilte die Bundespolizei in Pasewalk mit.

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