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Wirtschaft in MV : Werfteigner Jussufow setzt auf Bewährtes

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2014 | 21:30 Uhr

Die Stralsunder Volkswerft soll nach der Übernahme durch die Nordic-Werftengruppe bald auch wieder Schiffe bauen. „Die Werft hat lange Erfahrungen damit. Wir sind dabei, einige Modelle zu überarbeiten und an heutige Bedürfnisse anzupassen“, sagte der russische Werften-Eigner Witali Jussufow. Auf Branchenmessen habe es jüngst Interesse an Service- und Versorgungsschiffen für Ölbohr-Plattformen und Windparks gegeben.

Gute Marktchancen sehe er ebenfalls für Fischereischiffe. „In Russland haben diese Schiffe einen hervorragenden Ruf. Und dort muss die Fischereiflotte dringend erneuert werden“, sagte Jussufow. Zum Stand möglicher Verhandlungen sagte er nichts. Doch seien die Geschäfte von Nordic-Yards bislang nicht durch die Handelsbeschränkungen für Russland beeinträchtigt.Den Vorwurf, Nordic mangele es in Stralsund an ernsthaftem Bemühen, den Standort wiederzubeleben, wies er zurück. „Wir haben alle Maßnahmen zur Sanierung und Instandsetzung der Werft ergriffen und werden ihr wieder eine langfristige Perspektive geben“, versicherte Jussufow.

Die Hoffnungen auf rasche Aufträge im Zusammenhang mit dem Bau neuer Windparks auf See hatten sich zunächst nicht erfüllt. Die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast mit einst zusammen 1750 Mitarbeitern hatten im August 2012 Insolvenz angemeldet. Im Mai 2013 übernahm die Lürssen-Gruppe den Schiffbaubetrieb in Wolgast. Der Betrieb in Stralsund ist seit Juni 2014 in Besitz von Nordic Yards.

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