Gegen den Klimawandel : Werben für Ökostrom

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Am Tag der Erneuerbaren Energien laden Unternehmen und Institutionen in MV zu Aktionen

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28. April 2017, 21:00 Uhr

Die Umweltschutz-Organisation BUND hat zum Auftakt der Tage der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern ihre Forderungen nach einem konsequenten Atomausstieg und schrittweisem Verzicht auf Kohle zur Stromerzeugung untermauert. „Kohlekraftwerke sind Klimakiller“, erklärte BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag gestern in Rostock. Dort hatte der Umweltverband zu einer Straßenaktion in der Innenstadt aufgerufen. Das Kohlekraftwerk in Rostock verursacht laut Cwielag in Mecklenburg-Vorpommern ein Viertel des gesamten Kohlendioxid-Ausstoßes, der mit für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Die Energiewende müsse schneller kommen, forderte sie.

Anlass für die Aktion war der Jahrestag der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986. An die Folgen der verheerenden Kernschmelze wird in Deutschland mit dem Tag der Erneuerbaren Energien erinnert.

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich zum dritten Mal am Energietag, der bundesweit am Samstag begangen wird, im Nordosten aber schon gestern begann. Landesweit sind mehr als 50 Veranstaltungen geplant. Dazu gehören Führungen auf dem Öko-Energie-Bauernhof in Kalsow bei Wismar, auf dem die Energieerzeugung wirtschaftlich eine größere Rolle als die Agrarproduktion spielt, und eine Ausfahrt zu Offshore-Windparks vor Rügen. Die Windbranche beteiligt sich nach Verbandsangaben an 21 Standorten in MV am Aktionswochenende Erneuerbare Energien.

Nach Angaben von Energieminister Christian Pegel (SPD) produziert Mecklenburg-Vorpommern bereits mehr Ökostrom als im Land verbraucht wird. Die Branche biete landesweit inzwischen rund 15 000 Jobs und sei damit ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Allerdings mehrt sich auch der Protest gegen den Bau neuer und größerer Windräder im Land.

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