Wer zahlt für den Auftritt bei der Hanse Sail?

svz.de von
08. Juni 2012, 06:21 Uhr

Rostock | Nach seiner Sanierung soll der "Lange Heinrich" als Stargast auf der Hanse Sail zu Gast sein. Dort ist die feierliche Wieder-Eröffnung des Museumskrans geplant, bevor er nach der Sail an seinen ursprünglichen Standort, zum Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum im Iga-Park zurückkehrt. Aus den Reihen der Stadtpolitik gibt es Kritik an diesem Plan. "Da die Bürgerschaft 480 000 Euro für die Sanierung des Krans genehmigt hatte, dürfte es ihr auch obliegen, über die Nutzung des Denkmals zu entscheiden", sagt Ulrike Jahnel (CDU). In einer Anfrage von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) wissen, wer die Verlegung in den Stadthafen angeordnet hat und wer für die Schleppkosten aufkommt. Weder Kultursenatorin Liane Melzer (SPD) noch der Kulturausschuss seien darüber informiert gewesen. Nach Angaben von Methling soll das Schleppen zur und von der Hanse Sail nicht aus dem Sanierungstopf bezahlt werden. Private Unternehmen unterstützen das Projekt mit Material und Arbeitskraft. So wird das Schleppen von der Bugsier- Reederei und Bergungsgesellschaft übernommen.

Schon über die Entscheidung zur Sanierung hatte es ein langes Tauziehen zwischen Bürgerschaft und Oberbürgermeister gegeben. Immer wieder strichen die Fraktionen den Posten aus dem Haushaltsentwurf der Verwaltung. Die Sanierung des Kranauslegers wurde hinausgeschoben, nachdem auch die Instandsetzung des Schwimmpontons lange hatte warten müssen. Anfang des Jahres einigten sich Fraktionen und OB schließlich auf einen Kompromiss zum Haushalt, der Auftrag konnte ausgelöst werden.


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