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Mecklenburger bei Rateshow : „Wer wird Millionär“ als Lohnerhöhung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Plötzlich sitzt er gegenüber von Günther Jauch: Mecklenburger Koch wird von seiner Chefin überrascht

Tino Graf war die Überraschung anzusehen, als plötzlich Günther Jauch höchst persönlich vor ihm stand. Wer am Montag „Wer wird Millinär“ gesehen hat, wird sich daran erinnern. Der Mecklenburger rechnete nämlich überhaupt nicht damit, bei der beliebten Rateshow teilzunehmen.

Eigentlich dachte der Chefkoch aus Wokuhl (Mecklenburgische Seenplatte), dass er zusammen mit seiner Chefin dienstlich in Köln sei. Die hatte ihm nämlich erzählt, dass sie dort in einer Show namens „Herzliches Deutschland“ über ihr Hotel auf der Insel im Brückentinsee berichten sollen.

„Als wir da waren, sagte ich ihm, dass wir Karten für die ‚Ultimative Chartshow‘ bei Oliver Geißen bekommen hätten“, erzählt Karge.

Im Studio der Sendung, hätte sie kaum an sich halten können, als Günther Jauch schnurstracks auf ihren Koch zuging. „Ich suche einen Klugscheißer“, sagte der Moderator und blieb schließlich vor Tino Graf stehen.

Der war erst einmal baff: „Mir ging gar nichts durch den Kopf“, erzählte der 33-Jährige im Anschluss. Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihm nicht: Bereits kurze Zeit später saß er auf dem berühmten Stuhl gegenüber von Jauch.

„Man überlegt bei jeder Frage dreimal, die man von der Couch aus sofort gewusst hätte“, meint Graf. Doch die Aufregung war umsonst. Graf schlug sich souverän und kam bis zur 64 000-Euro-Frage. Als er sich bei einer Frage zum Thema Pflanzenwelt nicht sicher war, hörte er auf.

Dass er bis zum Schluss die Nerven behielt, hätte er auch seiner Chefin zu verdanken. Denn die musste ebenfalls auf die Bühne, um ihm zu helfen. „Das war natürlich eine Erleichterung und eine psychische Stütze“, meint Graf.

Karge hingegen war erst gar nicht begeistert: „Ich war total überrascht. Ich saß im Publikum und hab mir die Hände gerieben und dann sowas. Das war Adrenalin pur“, erinnert sie sich. So sei das nicht geplant gewesen.

Tino Graf war nicht der erste seiner Kollegen, der auf diese Weise von seiner Chefin überrascht wurde. Sie schickte bereits eine Angestellte zum Umstylen in die Frühstücksshow auf Sat. 1 und einer anderen Kollegin besorgte sie einen Frisör-Termin bei Udo Walz. Auf diese Weise wolle sich die Pächterin des Inselhotels bei ihren Mitarbeitern bedanken, denn viel Geld könne sie nicht bezahlen: „Wir sind wie eine Familie. Man kennt sich schon sehr lange und ich möchte ihnen auf diese Weise etwas Gutes tun.“

Seit 16 Jahren kennen sich Karge und Tino Graf. Damals fing er seine Lehre zum Koch bei ihr an. Bis heute ist der Familienvater in dem Hotel geblieben. Und wenn er die Million gewonnen hätte? „Er musste mir versprechen, bei mir zu bleiben“, meint Karge und lacht.

Doch das wäre er wahrscheinlich auch so: „Ich bekomme schon Heimweh, sobald ich die Kirchturmspitze nicht mehr sehen kann. Meine Kollegen sind mir auch sehr ans Herz gewachsen.“ Und er fügt hinzu: „Frau Karge war immer für meine Familie und mich da. Das ist schon was ganz Besonderes.“

Von dem gewonnenen Geld will Tino Graf sich daher mit einer Feier bei ihr und seinen Kollegen bedanken. „Der Rest kommt meiner Familie zugute.“




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